DAS BÜROGEBÄUDE ÜBERZEUGT DURCH SEIN INNOVATIVES ENERGIEKONZEPT UND SOLL BEREITS IM MAI 2020 FERTIGGESTELLT SEIN.

Beim Quartier Hansapark Nürnberg beginnen die Hochbauarbeiten des Büro- und Verwaltungsgebäudes. Im Beisein von Vertretern des Bauherrn te Hansapark GmbH, dem Generalunternehmen Ed. Züblin AG, sowie vieler am Bau beteiligten Unternehmen wurde der Grundstein für das erste von vier Gebäuden am Quartier Hansapark gelegt. Dieses bildet den Auftakt des innovativen und ganzheitlichen Quartierskonzepts, das sich selbst mit erneuerbaren Energien versorgen wird.

„Mit dem Quartier „Hansapark Nürnberg“ erschaffen wir eines der spannendsten und innovativsten städtebaulichen Projekte in Nürnberg der letzten Jahre. Wir sind sehr stolz auf die entwickelten, zukunftsweisenden Energielösungen für dieses Quartier. Unser Ziel ist die Versorgung zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien. Auch in diesem Bauprojekt gehen wir wieder einen Schritt weiter in Richtung nachhaltige Energienutzung.“, erklärt Stefan Keller, geschäftsführender Gesellschafter der te management und SKAPA GmbH.

Bereits bei der Planung und Ausschreibung legte die te management Gruppe besonderen Wert auf Nachhaltigkeit, Nutzerfreundlichkeit und ein gesundes Raumklima. „Wir freuen uns, dass das Büro- und Verwaltungsgebäude durch das zukunftsweisende, energetische Konzept bereits mit dem Vorzertifikat „Gold“ der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen ausgezeichnet wurde“, ergänzt Stefan Keller.

Das Herzstück des Energiekonzepts bildet ein riesiger Eisspeicher im Innenhof mit ca. 16 m Durchmesser und 5 m Höhe. Dieser wird sowohl im Sommer zur Kühlung als auch im Winter zur Wärmeerzeugung genutzt. „Dass man mit Eis kühlen kann, ist für jeden nachvollziehbar. Wir verwenden im neuen Energiekonzept aber Eis auch zum Heizen. Es klingt zwar paradox, ist aber eine sehr effiziente Methode, um Energie zu gewinnen“, erläutert Keller stolz. Thilo Jungkunz, Geschäftsbereichsleiter Dezentrale Energieversorgung bei NATURSTROM erklärt die Funktionsweise des Eisspeichers wie folgt: „Beim Wechsel des Aggregatzustandes von flüssigem Wasser zu festem Eis wird eine große Wärmemenge frei – die sogenannte Kristallisationswärme. Diese stellt hierbei dieselbe Energiemenge bereit, die benötigt wird, um einen Liter Wasser von 0 °C auf 80 °C zu erhitzen. Diese Energie können sich Sole-Wärmepumpen als Wärmequelle zu Nutze machen. Durch ein Wechselspiel aus Wärmeentzug und Regeneration kann der Gefrierprozess mehrmals wiederholt werden. Hierzu nutzt das System die Wärme der Umgebungsluft und der Sonne über Solar-Luft-Absorber. Das Speichermedium Wasser macht das System ökologisch unbedenklich und überall einsetzbar. Zum Ende der Heizperiode steht durch den vorhandenen Eiskern eine kostenfreie Kühlmöglichkeit für das Objekt zur Verfügung („Natural Cooling“). Außerdem ist im Energiekonzept Hansapark ein Biogas-Blockheizkraftwerk in einer großen Heizzentrale im Hotel fest eingeplant, welches das Quartier zusammen mit den PV-Anlagen über eine Kundenanlage mit regenerativen Strom versorgt“. Die Vernetzung und intelligente Steuerung von Wärme, Kälte, Strom und Energie für Mobilität über eine Quartiersvisualisierung sorgen dabei für eine hocheffiziente und umweltschonende Energielösung“.

Für den schlüsselfertigen Bau wurde die Ed. Züblin AG aus Stuttgart beauftragt. Die Fertigstellung ist bereits für Mai 2020 geplant. „Wir haben langjährige Erfahrung in der termin- und qualitätsgerechten Durchführung von komplexen nachhaltigen Bauvorhaben. Wir setzen auch bei diesem Bau wieder Maßstäbe mit dem Ziel das Bauvorhaben perfekt umzusetzen“, beendet Tom Löschner, Technischer Bereichsleiter der Ed. Züblin AG.

… und hier ein paar Eindrücke zur Grundsteinlegung …