„Betongold“ als wertstabiles Sachinvestment?

Der Immobilienmarkt in Deutschland boomt seit Jahren. Vor allem in Großstädten steigt die Nachfrage nach Wohnraum stetig. Das fehlende Angebot sowie ein anhaltend niedriges Zinsniveau werden auch in Zukunft für starke Preissteigerungen auf dem Wohnungsmarkt sorgen. Experten gehen davon aus, dass die Immobilienpreise mindestens bis 2030 kontinuierlich steigen werden, vor allem in Ballungszentren und begehrten Lagen.

Auch der Markt für Gewerbeimmobilien erlebt seit vielen Jahren einen Aufschwung. Im Jahr 2019 lag das Transaktionsvolumen für gewerblich genutzte Immobilien bei 71,6 Mrd. €. Der historische Rekord aus dem Vorjahr, bei dem erstmals die 60-Mrd.-€-Marke überschritten wurde, wurde damit nochmals um 18 % übertroffen.

Neben dem Markt für Wohnungen und gewerbliche Immobilien, werden vor allem Pflegeimmobilien zukünftig eine wichtige Rolle spielen. Aufgrund des demografischen Wandels und der damit zusammenhängenden Alterung der Gesellschaft wird der Bedarf an Pflegeeinrichtungen in den nächsten Jahren enorm steigen. So geht man bis 2050 von einem Anstieg der Pflegebedürftigen um über 50% aus. Damit rücken Wohn- und Betreuungskonzepte für Pflegebedürftige immer mehr in den Fokus. Aufgrund der fehlenden Kapazitäten und dem gleichzeitig hohen Bedarf eröffnen sich hier auch für Privatanleger verlockende Investmentmöglichkeiten. Besonders attraktiv erscheinen dabei die sichere Verzinsung durch langjährige Mieterträge sowie das von vielen Betreibern versprochene Belegungsrecht, nach dem der Anleger bei Bedarf selbst einen Platz im Pflegeheim zugesichert bekommt.

Einflussfaktoren auf die Wertsteigerung

Immobilien gelten in Deutschland schon lange als beliebte Investitionsmöglichkeit. Grund dafür ist vor allem der Niedrigzins. Während klassische Geldanlagen nur schleppend Rendite abwerfen, lässt sich bei Immobilien teilweise sogar ein monatlicher Cashflow verwirklichen. Als weiteres, für Investoren scheinbar unschlagbares Argument, gilt die kontinuierliche und langfristige Wertsteigerung von Immobilien. Sie sind demnach auf lange Sicht meist mehr wert als zum Kaufzeitpunkt. Doch wie viel Gold steckt wirklich im Beton?

Der Wert bzw. die Wertsteigerung einer Immobilie ist von verschiedenen Faktoren abhängig:

LAGE

Eine besonders hohe Bedeutung wird dabei dem Standort zugeschrieben. Die Mikro- und Makrolage können demnach enormen Einfluss auf den Wertzuwachs einer Immobilie nehmen. Als gute Lagen bezeichnet man Orte, an denen die Wirtschaft boomt und die Lebensbedingungen attraktiv erscheinen, das heißt, da wo viele Menschen wohnen, leben und arbeiten wollen. Dies ist vor allem in größeren Städten oder Metropolen der Fall. Dort wächst die Kaufkraft bei gleichzeitig zunehmendem Bedarf an Wohnraum und steigenden Mieten. Dieses Zusammenspiel führt wiederum dazu, dass Immobilien, wenn auch bei hohem Preisniveau, an Wert gewinnen. Dabei geht es allerdings nicht nur um die richtige Stadt, sondern auch um die Wahl des richtigen Viertels oder sogar der Straße. Die angesagtesten Viertel der Stadt müssen jedoch nicht unbedingt die attraktivsten für eine Immobilieninvestition sein. Vielversprechend sind grundsätzlich Wohnlagen mit hoher Lebensqualität. Und diese ist vermehrt auch in bürgerlichen bzw. ruhigeren Gegenden zu finden. Zudem erscheinen dort Bevölkerungs- und Preisentwicklung auf langfristige Sicht solider und konstanter. Es müssen also nicht immer die absoluten Top-Lagen sein.

INFRASTRUKTUR

Auch die Umgebung und Anbindung einer Immobilie ist für eine langfristige Wertsteigerung entscheidend. Welche Infrastruktur bietet die Umgebung? Fußläufige bzw. kurze Wege zu Einkaufsmöglichkeiten, Bildungseinrichtungen, Ärzten, Freizeitangeboten und Grünanlagen gelten dabei als Standortvorteile. Eine ebenso wichtige Rolle spielen gute Verkehrsanbindungen.

ZUSTAND, AUSSTATTUNG UND BODENWERT

Neben den Standortfaktoren zählen natürlich auch der Zustand und die Ausstattung zu den Einflussfaktoren auf die Wertsteigerung einer Immobilie. Es sollte eine angemessene Pflege sowie Bewirtschaftung gesichert sein. Auch eine modernisierte und energieeffiziente Ausstattung sorgt für erhöhten Wohnkomfort und damit ebenfalls für einen Wertzuwachs der Gebäude. Zudem hängt der Wert vom zugehörigen Grundstück ab. Der Bodenwert eines Grundstücks kann alle zwei Jahre durch einen Gutachter ermittelt werden.

ZUKÜNFTIGE ERTRÄGE – MIET-/PACHTEINNAHMEN

Immobilien zeichnen sich außerdem durch einen sehr hohen intrinsischen Wert aus, welcher in der Regel höher als der reine Wert der Kosten von Baumaterial und Arbeitsleistung ist. Der innere Wert von Immobilien errechnet sich vor allem aus zukünftiger Ertragsgenerierung durch Vermietung, Verpachtung oder dem Weiterverkauf der Gebäude. In Verbindung mit einer guten Lage und dem hohen Bedarf an Wohnraum, lässt dies den materiellen Wert von Immobilien langfristig steigern.

 

Warum grüne Immobilien das Investment der Zukunft sind

Warum grüne Immobilien das Investment der Zukunft sind

„Grüne Immobilien“ sind der Immobilientrend der Zukunft. Immer mehr Anleger wollen daher in nachhaltige (Gewerbe-)Immobilien investieren. Klimaneutrales Bauen in Kombination mit der Digitalisierung und sozialen Aspekten schafft dabei eine stimmige Mischung, die gute Renditen und ethische Aspekte miteinander verbindet. Hier erfahren Sie, was es mit grünen Bauprojekten auf sich hat.