Wertsteigerung von Immobilien

Wie funktioniert die Wertsteigerung von Immobilien?

Die Wertsteigerung von Immobilien hängt von verschiedenen Faktoren ab. Nicht alle kann der Besitzer beeinflussen. Die Kenntnisse dieser Faktoren sind wichtig, wenn die Immobilie mit Gewinn verkauft werden soll. Eine Immobilie stellt nur dann eine gute Geldanlage dar, wenn sich der Wert kontinuierlich nach oben entwickelt. Der Kauf ist immer mit einem gewissen Risiko verbunden, das sich aber reduzieren lässt, wenn man sich im Vorfeld einige Fragen stellt.

Zunächst ist für die Wertsteigerung von Immobilien der Standort entscheidend. Der Wert kann sich natürlich im Laufe der Zeit ändern: Wenn zum Beispiel die Verkehrsanbindung deutlich verbessert wird, steigt dadurch auch der Wert der Immobilie. Man unterscheidet die Makrolage, welche die regionale Umgebung betrachtet. Im Gegensatz dazu richtet die Mikrolage den Blick auf die direkte Umgebung, also zum Beispiel das Vorhandensein von Einkaufsmöglichkeiten, Schulen und Kindergärten. Wenn umfangreiche Städtebauprojekte geplant sind, kann der Besitzer mit einer hohen Wertsteigerung von Immobilien rechnen.

Zur Wertsteigerung trägt auch die Nachfrage nach Immobilien bei, falls das Angebot entsprechend niedrig ist. Wichtig ist außerdem eine hochwertige Ausstattung und der Zustand der Immobilie. Nicht zuletzt ist der Grundstückswert ein wichtiger Faktor. Auch dieser ist stark von der Lage abhängig.

Die Wertsteigerung von Immobilien abschätzen

Wer einen Blick auf die Immobilienpreise wirft, stellt oft eine hohe Wertsteigerung von Immobilien fest. Allerdings kann der erste Blick täuschen. Wenn der Wert einer Immobilie innerhalb von 7 Jahre um 35 Prozent angestiegen ist, hört sich das zunächst gut an. Allerdings muss der Anstieg durch sieben geteilt werden, um eine jährliche Rendite zu erhalten. In diesem Beispiel beträgt dann die Rendite nur noch fünf Prozent. Zu berücksichtigen ist außerdem die Inflation. Wer genau rechnet, muss diese von der Wertsteigerung abziehen. Natürlich kann die Rendite je nach Standort unterschiedlich ausfallen.

Beim Kauf einer Immobilie fallen immer auch Nebenkosten wie Maklergebühren, Notargebühren und Grunderwerbssteuer an. Diese verteuern die Immobilie je nach Lage um bis zu 15 Prozent. Dieser Betrag muss erst durch die Wertsteigerung ausgeglichen werden.

Vor dem Verkauf den Verkehrswert der Immobilie ermitteln

Wer seine Immobilie verkaufen will, muss zunächst den Verkehrswert bestimmen. Erst wenn er diesen Betrag kennt, weiß man, mit welcher Wertsteigerung der Immobilie man rechnen kann. Dazu engagiert man am besten einen Gutachter. Dieser kostet zwar meist zwischen 1000 und 2000 Euro, doch diese Ausgabe lohnt sich. Bei der Ermittlung des Wertes kommen drei Verfahren zur Anwendung. Der Gutachter kann das Objekt mit vergleichbaren Immobilien vergleichen. Das nennen Fachleute das Vergleichswertverfahren, beim Sachwertverfahren errechnet der Gutachter, wie viel Geld ein Bauherr ausgeben müsste, wenn er das gleiche Objekt noch einmal bauen würde. Schließlich gibt es noch das Ertragswertverfahren. Dabei geht es darum, wie wirtschaftlich eine Immobilie ist.

Den passenden Angebotspreis festsetzen

Der Verkäufer kann sich bei der Wertsteigerung von Immobilien am Verkehrswert orientieren, sollte den Verkaufspreis aber um etwas zehn Prozent höher ansetzen, da die meisten Käufer handeln wollen. Viele Immobilien werden im Internet gehandelt. Dabei muss der Verkäufer darauf achten, dass er möglichst glatte Beträge festgesetzt, denn bei der Suche geben Interessenten einen glatten Betrag an. Wenn dieser als maximalen Betrag 400 000 Euro angibt und der Verkäufer 401 000 festgesetzt hat, wird er nicht gefunden.