Wertpapierkennnummer

Was ist die Wertpapierkennnummer (WKN)?

In Deutschland wird die Wertpapierkennnummer (WKN) verwendet, um jedes an der Börse gehandelte Wertpapier zu identifizieren. Sie bestand bis zum 20. Juli 2003 immer aus sechs Ziffern, doch sind inzwischen auch alphanumerische Kennnummern zugelassen, die aus Buchstaben und Zahlen bestehen. Nach wie vor hat sie sechs Stellen.

Mithilfe der WKN können die Wertpapiere an der Börse gefunden und dann gekauft werden. Jedem Wertpapier wird eine eigene Kennnummer zugeordnet. Geben Sie die entsprechende Kennnummer für ein Wertpapier auf einer Finanz- oder Börsenwebseite ein, finden Sie das Wertpapier und das dazugehörige Unternehmen. Während die WKN in Deutschland im nationalen Börsenhandel zur eindeutigen Identifizierung verwendet wird, gilt für den internationalen Wertpapierhandel die ISIN. Mit ihr können Wertpapiere auf der ganzen Welt eindeutig identifiziert und gehandelt werden.

Die Kennzeichnung der Wertpapiere

Bereits 1955 wurde die Wertpapierkennnummer in Deutschland eingeführt, um eine bessere Übersicht für Anleger und Händler zu gewährleisten. Obwohl sie am 22. April 2003 durch die ISIN als internationale Kennnummer abgelöst wurde, ist sie aus dem Alltag der deutschen Börsen bis heute nicht wegzudenken. ISIN ist die Abkürzung für International Securities Identification Number. Bei deutschen Wertpapieren ist die WKN häufig Bestandteil der zwölfstellige ISIN. Der Aufbau der ISIN ist in der ISO 6166 geregelt. Die ersten beiden Buchstaben stehen für das Herkunftsland des Wertpapiers. Bei der alphanumerischen Wertpapierkennnummer werden die Buchstaben O und I aufgrund der Verwechslungsgefahr mit Null und Eins nicht verwendet. Die Kennnummer kann seit dem 19. Januar 2004 auch ein Kürzel des Emittenten des Wertpapiers enthalten. Dafür werden zumeist die ersten zwei bis vier Buchstaben verwendet, die von zwei bis vier Ziffern gefolgt werden.