Trading Fonds

Was sind Trading Fonds?

Bei Trading Fonds handelt es sich um Fonds für Anlegerinnen und Anleger, die möglichst ganz ohne Ausgabeaufschläge auskommen. Der Fondsinitiator eines Trading Fonds setzt bei seiner Kalkulation daher ausschließlich auf die Verwaltungsgebühren zu den jeweiligen Quartals- oder Jahresabrechnungsterminen. Sie erfreuen sich insbesondere deshalb einer steigenden Beliebtheit, weil insbesondere die Filialbanken die Zinsen für kurzfristig fällige Spareinlagen nur noch in sehr geringen Dosen bezahlen.

Motive

Der durch die de facto Zinsabschaffung entstehende Anlagenotstand ist eines der neueren Motive für die Investition in Fonds. Darüber hinaus gibt es die folgenden Motive:

  • Aktive Nutzung von Wertschwankungen an Aktienmärkten durch Trading Fonds: Die Anlage in Aktien schlägt in der langfristigen Betrachtung meist das Investment in Papiere der „Zinswelt“. Allerdings wird der Aufwärtstrend oftmals durch Rücksetzer unterbrochen. Weshalb Anlegerinnen und Anleger einen Trading Fonds bei einem kurzen Rücksetzer kaufen, bei der nächsten Kurserholung wieder verkaufen können und dann den nächsten Rücksetzer abwarten.
  • Rendite bringende Anlage anstatt unverzinster Bodensätze bzw. Notgroschen: Die Fonds beispielsweise auf große Aktienfonds können börsentäglich wieder verkauft werden. Deshalb sind sie auch als kurzfristige Anlage für Geld geeignet.

Die unterschiedlichen Varianten von Trading Fonds

Anleger, die ein oder zwei Jahre investieren möchten, können auf Fonds zugreifen, die der Geldanlage-Philosophie der Aktienfonds folgen. Sie streuen das Risiko breiter als beim Investment in eine einzelne Aktie. Als Fondskäufer bestimmt man die Richtung der Geldanlage dadurch, dass man sich beispielsweise für einen Branchenfonds, einen Fonds auf einen bestimmten Index oder eine Ländergruppe entscheidet.

In der Hochzinsphase gab es zudem viele Trading Fonds, die in Tagesgeld investieren. Diese sind für den Anleger deshalb unbürokratisch und effizient, weil sie ein bestehendes Wertpapierdepot verwenden und der Anleger nicht ein neues Konto eröffnen muss.

Für den Erfolg der Geldanlage in kurzfristige Anlagen sind zudem die Ordergebühren bzw. Transaktionskosten entscheidend. Bei der Anlage über einen der modernen Direktbroker kommt mehr „netto“ bei der Geldanlage an bzw. die Kosten sind wesentlich geringer als bei einer Filialbank.