Solarfonds

Was ist ein Solarfonds?

Geld lässt sich auf viele verschiedene Arten anlegen. Doch die Risiken sind oft unüberschaubar und schrecken so manchen Anleger ab. Ein Solarfonds hingegen ist eine risikolose Anlageform für Privatleute oder Unternehmen. Durch ihn ist es Anlegern gestattet, auch ohne eigene Solaranlage in erneuerbare Energien und damit in die Zukunft zu investieren.

Es handelt sich dabei um einen gemeinsam finanzierten Solarpark. Dieser wird ans Netz angeschlossen und gilt anschließend als geschlossener Fonds. Erneuerbare Energie wird für Privatinvestoren erschwinglich und lohnt sich auch für diejenigen, die kein eigenes Dach oder Grundstück für die Errichtung einer eigenen Solaranlage besitzen.

Vorteile

Ein Solarfonds besitzt einige Vorteile gegenüber anderen Investitionsmöglichkeiten:

  1. Gesetzliche Absicherung der Einnahmen: Das Gesetz für erneuerbare Energien setzt den Zeitraum für eine Einspeisevergütung auf 20 Jahre fest. Vergütungssätze während der Fondslaufzeit sind festgeschrieben, da der Solarpark bereits während der Vermarktung an das Stromnetz angeschlossen ist.
  2. Unabhängigkeit von Kapital- und Finanzanlagemärkten: Die Höhe des Gewinns ist abhängig von der Sonneneinstrahlung. Ein sogenanntes Ertragsgutachten kann einen sicheren Aufschluss über zu erwartende Sonneneinstrahlung und damit einhergehende Gewinne liefern. Zudem bleibt die Sonneneinstrahlung nach Erfahrungswerten über den Zeitraum von 20 Jahren stabil.
  3. Solarenergie ist einfach: Solarzellen sind sehr beständig und verursachen nur geringe Instandhaltungskosten. Verglichen zur Windenergie ist die Solarzelle sehr wartungsarm und simpel zu erhalten.

Wie erfolgt eine Rendite?

Anders als vergleichbare geschlossene Fonds ist die zu erwartende Einnahme über einen Solarfonds recht sicher kalkulierbar. Das Risiko bleibt sehr gering. Die durch den Solarpark generierten Einnahmen setzen sich aus zwei Komponenten zusammen. Relevant hierfür ist die Menge an dem durch die Photovoltaikanlage produzierten Strom und die festgelegte Einspeisevergütung. In Deutschland ist diese staatlich festgeschrieben und bleibt über einen Zeitraum von 20 Jahren ab Inbetriebnahme des Solarparks konstant.

Somit sind die Erträge über einen Zeitraum von 20 Jahren relativ sicher. Die Menge an Strom, die ein Solarpark produzieren kann, hängt von der Intensität und dem Einfallswinkel der Sonnenstrahlen ab. Diese lassen sich ebenfalls über einen Zeitraum von knapp 20 Jahren recht sicher vorherbestimmen. Durchschnittlich werfen Solarfonds eine Rendite von 5 bis 10 Prozent abzüglich Steuern ab. Der letztendliche Gewinn hängt von der produzierten Energie und den Instandhaltungskosten und Baukosten des Solarparks ab.

Wie werden Solarfonds besteuert?

Natürlich sind auch Einnahmen durch Solarfonds nicht steuerfrei. Klassifiziert werden die Einnahmen als Einkünfte aus einem Gewerbebetrieb. Die Besteuerung kann unter Umständen vergleichsweise billiger als bei anderen Kapitalanlagen ausfallen. Im Gegensatz zu anderen Investitionen fällt keine Abgeltungssteuer an, die aktuell in Deutschland ganzen 25 Prozent betragen. Da die Anteile an einem geschlossenen Solarfonds unter das vorhandene Betriebsvermögen fällt, lassen sich auch bezüglich der Schenkungssteuer und Erbschaftssteuer einiges an Steuern sparen. Von steuerlichen Vorteilen lässt sich auch durch eine Investition in ausländische Solarfonds profitieren.

Nachteile eines Solarfonds

Solarfonds werden als geschlossene Fonds klassifiziert und besitzen daher auch deren Nachteile und Risiken. Auch ein Totalverlust ist mitunter möglich. Nachteilig ist auch die verpflichtende Bindung an den Fonds über einen Mindestzeitraum von 8 Jahren. Ein vorzeitiger Ausstieg kann nur über den Zweitmarkt erfolgen und ist mit höheren Verlusten verbunden.