Realzins

Was ist der Realzins?

Der Realzins besagt, wie sich der Wert einer festverzinslichen Geldanlage unter Berücksichtigung der Inflationsrate entwickelt. Inflation sowie Deflation beeinflussen die Kaufkraft des angelegten Vermögens.

Bei einer Inflation verliert ein bestimmter Geldbetrag zunehmend an Kaufkraft. Eine Deflation sorgt für das Gegenteil: Konsumenten können sich angesichts von Preissenkungen immer mehr leisten. In der Regel müssen sich Anleger mit der Inflation beschäftigen, die häufiger als Deflation auftritt. Die entscheidende Frage lautet, ob und in welchem Maß der Nominalzins einer Sparanlage die Inflationsrate übertrifft. Nur wenn der Nominalzins die Inflationsrate übersteigt, ist der Realzins positiv und Anleger steigern die Kaufkraft ihres Vermögens.

Beispielhafte Berechnung

Eine Bank bietet für ein einjähriges Festgeldkonto einen Nominalzinssatz von 3 %. Die Inflationsrate beträgt bis zum Laufzeitende 1,5 %. Die jeweiligen Realzinsen errechnen sich folgendermaßen:

(1+3:100):(1+1,5:100) x100= 1,477 %

Der Realzins liegt damit deutlich unter dem Nominalzins. Bei einer Deflation würde der reale Zins dagegen höher als der Nominalzins sein. Die Unsicherheit bei einer Anlageentscheidung besteht darin, dass es auf die künftige Inflationsrate ankommt. Sparer müssen den Prognosen von Experten vertrauen.