Portfolio Management

Was ist Portfolio Management?

Portfolio Management bezeichnet per Definition das effektive und professionelle Management von Aktien, Anleihen und anderen Vermögenswerten von Privatpersonen oder Unternehmen. Das Management wird in Übereinstimmung mit einem bestimmten Anlageziel und dem Anlageprofil der Kunden durchgeführt. Dabei berücksichtigt man folgende Aspekte, die der Anleger anstrebt:

  • die Risikostufe
  • die Diversifizierung
  • der Anlagezeitraum
  • die Laufzeit, das heißt, wann die Renditen erforderlich oder gewünscht sind

Portfolio Management wird auch als „Asset Management“ und „Wealth Management“ bezeichnet.

Professionelles Portfolio Management

Unternehmen, große Organisationen und vermögende Privatpersonen mit umfangreichen Beständen an Wertpapieren und anderen Vermögensgegenständen übergeben die Verwaltung ihres Anlagevermögens in vielen Fällen an fachkundige Verwalter. Professionelle Portfolio Manager haben die Aufgabe, sowohl die Wertpapierbestände der Banken, Investment- und Hedgefonds als auch die Projekte von deren Kunden zu betreuen.

Professionelles Portfolio Management bieten unter anderem Banken und Vermögensverwaltungen.

Für so ein Portfolio Management müssen Anleger eine Gebühr an das Management bezahlen. Diese legt man entweder im Voraus fest oder berechnet sie als einen bestimmten Prozentsatz vom erwirtschafteten Gewinn.

Das professionelle Management eines Portfolios mit Wertpapieren oder Immobilien beinhaltet in der Regel verschiedene Dienstleistungen durch das Management. Hierzu zählen:

  • die Recherche
  • eine umfangreiche Finanzanalyse
  • die Bewertung von Vermögenswerten
  • die kontinuierliche Überwachung
  • regelmäßige Berichterstattung

Das strategische Portfolio Management betreut folgende zentrale Aufgaben:

  • die Entscheidung über die optimale Struktur des Portfolios
  • die Sicherstellung der Übereinstimmung der Anlagen mit den Zielen
  • die Allokation der Vermögenswerte

Arten des Portfolio Managements

Anhand der Managementtätigkeiten und Aufgaben unterscheiden sich vier verschiedene Arten des Portfolio Managements, die unterschiedliche Anforderungen stellen:

1. Aktiv

Das Management eines Portfolios wird als aktiv bezeichnet, wenn das Management aktiv am Wertpapierhandel teilnimmt, um eine maximale Rendite für die Anlieger zu erzielen.

Im Rahmen des aktiven Portfolio Managements versuchen die Manager des Portfolios auf der Basis einer bestimmten Anlagestrategie eine über dem Durchschnitt liegende Rendite zu erreichen. Die Rendite sollte beispielsweise über der Rendite eines Referenz-Indizes oder über dem Durchschnitt der übrigen Marktteilnehmer liegen.

2. Passiv

Bei einem passivem Portfolio Management stellen die Bearbeiter passive Fonds nach Vorgabe eines Indizes, beispielsweise des DAX, zusammen.

Ein derart gestalteter Fond würde dann nur Aktientitel von Unternehmen enthalten, die auch im deutschen Leitindex gelistet sind. Aufgabe des Portfoliomanagements ist es, auf die richtige Wichtung der Aktien im Portfolio zu achten. Die enthaltenen Titel werden nur dann aktiv gehandelt, wenn die Gewichtung der im Portfolio enthaltenen Wertpapiere angepasst werden muss.

3. Diskretionär

Bei der Form des diskretionären Portfolio Managements übergeben Anleger ihr Portfolio in professionelle Hände und ermächtigen das Management nach eigenem Ermessen zu handeln.

Die Manager haben die Möglichkeit, alles selbst zu verwalten und legen die Gelder der Kunden dabei nach genau definierten Richtlinien an, ohne dass die Kunden allerdings einen Einfluss auf einzelne Kauf- und Verkaufsentscheidungen haben.

4. Nicht diskretionär

Im Rahmen eines nicht diskretionären Portfoliomanagements beraten Portfoliomanager ihre Kunden und stellen Strategien auf. Die letztendliche Kauf- oder Verkaufsentscheidung fällt jedoch der Kunde und führt diese selbst aus.

Vierstufiger Prozess

Erste Stufe

Die Sicherheitsanalyse ist die erste Stufe bei der Zusammenstellung eines Portfolios. Hierbei bewerten die Manager die Risiko- und Ertragsfaktoren einzelner Wertpapiere sowie deren Korrelation.

Zweite Stufe

Nach der Bestimmung der Wertpapiere für die Investition und Bewertung des Risikos können die Verantwortlichen aus diesen Wertpapieren eine Reihe von Portfolios erstellen, die als machbare Portfolios bezeichnet werden.

Dabei spielt die Asset-Allokation eine wichtige Rolle. Das bezeichnet die Erkenntnis, dass sich unterschiedliche Vermögenswerte mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten entwickeln und einzelne Vermögenswerte volatiler sind als andere.

Durch die Auswahl geeigneter Investments ist das Portfolio Management bemüht, das Rendite-Risiko-Profil der Anleger zu optimieren. Dabei gewichten die Verwalter für Anleger mit einem aggressiven Risikoprofil in der Regel volatilere Titel höher als für Kunden mit einem eher konservativen Plan.

Dritte Stufe

In der dritten Stufe folgt dann die Portfolioauswahl. Aus allen möglichen Portfolios wählen die Verwalter das optimale Portfolio, das dem Risikoprofil des Kunden entspricht. Nach der Auswahl überwacht der Portfoliomanager das Portfolio kontinuierlich, um sicherzustellen, dass optimale Renditen und Erfolge erreicht werden.

Vierte Stufe

Nach Ablauf eines festgelegten Zeitraumes analysiert und bewertet man die Performance des Portfolios. Dabei liegt das Hauptaugenmerk auf den Ergebnissen. In diesem Fall sind das die erzielten Renditen und des mit dem Portfolio verbundenen Risiken für die gesamte Laufzeit der Investition.

 

 

 

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