Optionsanleihen

Was sind Optionsanleihen?

Bei Optionsanleihen handelt es sich um Inhaberschuldverschreibungen, die als zusätzliche Ausstattung über einen Optionsschein verfügen. Ein Optionsschein berechtigt zum Kauf einer definierten Anzahl von Aktien innerhalb eines festgelegten Zeitraums und zu einem bestimmten Preis. Diese Sonderform der Anleihen gewährt darüber hinaus wie jede einfache Anleihe durch ihren Kupon das Recht, eine Verzinsung des Kapitals zu beziehen. Genauso hat der Inhaber einer Anleihe das Recht, regelmäßige Tilgungen zu erhalten.

Zu den Besonderheiten von Optionsanleihen, die im englischen Sprachraum als „Bonds with warrants“ bezeichnet werden, gehört die Möglichkeit, die Option unabhängig von der Anleihe auszuüben. Darüber hinaus sind im Gegensatz zu Wandelanleihen sowohl das Optionsrecht als auch die Anleihen separat handelbar. Aktienanleihen räumen das Recht ein, entweder die Rückzahlung der Anleihen zu erhalten oder diese in Aktien umzutauschen. Bei einer Optionsanleihe hat die Tilgung in jedem Fall vollständig zu erfolgen.

Unternehmen, die Optionsanleihen herausgeben, müssen zuvor eine bedingte Kapitalerhöhung durchführen. Aus ihrer Perspektive bieten diese Inhaberschuldverschreibungen eine günstige Möglichkeit der Finanzierung. In der Regel sind für die Anleihen mit Optionen geringere Zinsen zu zahlen als für herkömmliche Anleihen. Die Laufzeit einer solchen Anleihe liegt meistens zwischen zehn und zwölf Jahren.