Margin Call

Was ist ein Margin Call?

Als Margin Call bezeichnet man den Aufruf eines Brokers, Geld für eine bestimmte Position nachzuschießen. Ist der Händler dazu nicht in der Lage, wird die entsprechende Position geschlossen. Der Margin Call wird auch als Performance Bond Call bezeichnet.

Hintergrund

Zu einem Margin Call kommt es häufig beim Handel von Derivaten wie CFDs. Dabei handelt es sich um spekulative Finanzprodukte, die durch ihre Hebelwirkung in kurzer Zeit hohe Gewinne, aber auch hohe Verluste erzielen können. Für den Handel reicht die Hinterlegung der Margin, welche nur einen Bruchteil des gehandelten Volumens darstellt, als Sicherheit aus.

Der Margin Call tritt dann ein, wenn sich eine Position zu stark in die falsche Richtung bewegt. Die Maßnahme führt ein Broker durch, wenn die vorher geleistete Sicherheitsleistung aufgebraucht wurde. Hierbei muss zwischen der Einschussmargin und der Haltemargin unterschieden werden. Die Einschussmargin ist die Sicherheitsleistung, die benötigt wird, um eine Position eröffnen zu können. Die Haltemargin ist dagegen notwendig, um eine Position halten zu können. Der Margin Call wird erst dann ausgeführt, wenn die Haltemargin deutlich unterschritten wird.

Folgen

Wenn eine Position Verluste aufweist und das vorhandene Geld auf dem Handelskonto nicht mehr ausreicht, um die Position halten zu können, weist der Broker den Händler darauf hin, zusätzliches Geld auf das Konto einzuzahlen. Kommt der Händler dieser Forderung nach, wird die Position gehalten. Wenn er der Nachschusspflicht jedoch nicht nachkommt, wird die offene Position geschlossen und damit ein Verlust realisiert.