Leverage Effekt

Was ist der Leverage Effekt?

Der Leverage Effekt kann als Hebelwirkung der Kapitalstruktur oder des Fremdkapitals charakterisiert werden. Es kommt zu einer Änderung der zu erwartenden Eigenkapitalrendite, welche positive aber auch negative Auswirkungen haben kann. Ein Unternehmen kann durch den Einsatz von Fremdkapital mit diesem Modell zu einem positiven Resultat bei der Eigenkapitalrendite kommen. Dies funktioniert in der Praxis allerdings nur bis zu einem bestimmten Punkt.

Die Bedingungen für einen positiven Effekt

Das Unternehmen muss eine Rendite erwirtschaften, welche die Fremdkapitalzinsen übertreffen. Der Erfolg wird gemindert durch eingeschränkte Möglichkeiten zur Kreditaufnahme und der Beschaffung von Kapital. Zunehmende Kreditaufnahmen resultieren in steigenden Zinsen und wirken sich negativ auf den Leverage Effekt aus.

Grenzen werden durch fehlende Sicherheiten bei der Kreditabsicherung gesetzt, wenn Unternehmer immer neue Kredite aufnehmen und sich weiter verschulden. Es wird dann immer schwieriger einen erneuten Kredit von einer Bank zu erhalten. Bei fortschreitender Verschuldung steigen die Zinsen für das Fremdkapital an, weil das Kreditausfallrisiko für die Banken durch eine eventuelle Nichtrückzahlung sich erhöht.

Das Leveragerisiko

Da die Hebelwirkung in beide Richtungen funktioniert, muss der Unternehmer darauf Acht geben, dass die Kapitalrendite wirklich gesteigert und nicht vielleicht gesenkt wird. Wenn die Gesamtkapitalrentabilität höher ist als der Fremdkapitalzins, dann wird von dem Unternehmen weniger Gewinn durch eine Fremdfinanzierung erwirtschaftet. Dann muss mehr Eigenkapital dafür genutzt werden. Gerade beim Aktienkauf kann es zu einem Leveragerisiko kommen.