Kursdifferenz

Was ist eine Kursdifferenz?

Eine Kursdifferenz (im englischen „Spread“) bezeichnet die Differenz zwischen dem Geld- und dem Briefkurs. Diese Differenz entsteht durch das Verlangen der Käufer immer so wenig wie möglich für ein Wertpapier zahlen zu wollen (Geldkurs). Die Verkäufer hingegen wollen ihre Wertpapiere so teuer wie möglich verkaufen (Briefkurs). Da der Geldkurs stets unter dem Mittelkurs liegt, entsteht zwischen diesen beiden eine Differenz, welche man als Kursdifferenz bezeichnet. Diese gibt dabei den genauen nominalen Unterschied zwischen dem Geld- und dem Briefkurs an.

Da die Nachfrage und das Angebot an Wertpapieren allerdings nicht alle nur über einen Börsenplatz, beispielsweise die Börse Frankfurt, abgewickelt werden, kommt es auch zu Kursdifferenzen zwischen unterschiedlichen Börsenplätzen. Bevor es die Errungenschaften des Internets gab, haben sogenannte Arbitrageure ihren Kollegen an der beispielsweise Londoner Börse den Auftrag gegeben, ein bestimmtes Wertpapier zu kaufen (dies erfolgte zu diesen Zeiten noch auf dem Börsenparkett) und es dann anschließend von einem weiteren Kollegen an der Wiener Börse wieder verkaufen zu lassen. Hierdurch konnten risikolose Gewinne erzielt werden. Heute ist dies nicht mehr so einfach möglich, da computergesteuerte Systeme im sogenannten Hochfrequenzhandel die kleinsten Kursdifferenzen ausnutzen, um eine Arbitrage zu erzielen.