Kurs-Gewinn-Verhältnis

Was ist ein Kurs-Gewinn-Verhältnis?

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) ist eine wichtige Kennzahl, die zur Bewertung einer Aktie genutzt wird. Wie durch den Namen bereits ausgedrückt wird, setzt man dabei den aktuellen Kurs einer Aktie ins Verhältnis zum Gewinn des jeweiligen Unternehmens.

Berechnung

Die Berechnung und Auswertung des KGV’s ist ein Bestandteil der Fundamentalanalyse, welche ein Anleger für ein Unternehmen durchführen sollte, bevor er Aktien dieses Unternehmens kauft. Berechnet wird das KGV, indem man den aktuellen Kurs der Aktie durch den Gewinn pro Aktie teilt. Somit wird eine Verbindung zwischen dem „Preis“ der Aktie (Kurs) und möglichem Ertrag (Gewinn) hergestellt und es entsteht ein gewisses Maß für den Preis der Aktie. Ein hohes KGV spricht für einen hohen Preis, ein niedriges KGV eher für einen niedrigen Preis.

Richtige Interpretation

Man darf als Anleger jedoch nicht den Fehler begehen, lediglich auf den Wert des KGV’s zu achten und nur Aktien zu kaufen, deren KGV beispielsweise unter einer bestimmten Grenze liegen. Vielmehr sollte das aktuelle KGV einer Aktie im Vergleich zum historischen Kontext gesehen werden. Liegt das KGV momentan unter dem Durchschnitt der letzten 10 Jahre? Dies könnte ein Hinweis sein, dass die Aktie derzeit etwas günstiger zu kaufen ist. Wichtig wäre dann zu analysieren, ob es dafür wichtige und nachhaltige Gründe gibt, die gegen ein Investment sprechen.

Damit kommt man schnell zum Schluss, dass das Kurs-Gewinn-Verhältnis alleine nicht als eine Kaufentscheidung für eine Aktie genutzt werden sollte. Vielmehr sollte eine ausführliche und fundamentale Unternehmensanalyse erfolgen, wobei das KGV dann als Indikator verwendet werden kann, ob die jeweilige Aktie im Vergleich zum historischen Kontext eher günstig oder teuer bewertet ist.