Historische Volatilität

Was ist die historische Volatilität?

Die historische Volatilität beschreibt die Entwicklung eines Basiswertes in der Vergangenheit. Die Formeln zur Berechnung der Entwicklung eignen sich besonders dafür, das Risiko des Wertes einzuschätzen. Der Begriff „Volatilität“ bezeichnet allgemein eine Schwankung von Zeitreihen. Im Bereich der Finanzen ist damit die Schwankung eines Basiswertes wie einer Aktie oder eines Index gemeint. Die historische Volatilität zeigt dabei die Schwankungsbreite eines Basiswertes in der Vergangenheit. Dabei wird eine Standardabweichung errechnet, die sich aus der absoluten oder relativen Differenz der Werte von aufeinanderfolgenden Perioden ergibt. Die historische Volatilität kann auch als eine Standardabweichung von einem Durchschnittswert betrachtet werden.

Wie wird die historische Volatilität berechnet?

Der Wert lässt sich auf verschiedene Weise berechnen. Zuerst muss der Zeitrahmen definiert werden. In der Regel wird die annuelle Volatilität herangezogen, also die jährliche Veränderung des Basiswertes. Der Zeitabstand zwischen den Schwankungen lässt sich als t1 und t0 definieren. Die absolute Veränderung innerhalb des Zeitraumes wird mit Wert t1 – Wert t0 berechnet. Die absolute Veränderung wird bei der Zinsberechnung verwendet. Die relative Veränderung ist bei Aktien und Anlagedepots von Bedeutung. Die Volatilität dafür berechnet sich durch (Wert t1 – Wert t0) / Wert t0.

Anwendung

Mit diesen Formeln lässt sich die Schwankungsbreite eines Basiswertes berechnen und damit das Risiko einer Anlage einschätzen. Trader, die nach kurzfristigen Trades Ausschau halten, interessieren sich eher für Basiswerte mit einer hohen historischen Volatilität. Langfristige Anleger sind eher an einer niedrigen Volatilität interessiert. Die historische Volatilität kann allerdings keine Aussage darüber treffen, wie sich ein Wert auch in Zukunft verhalten wird.