Geschlossene Fonds

Was sind geschlossene Fonds?

Bei geschlossenen Fonds oder geschlossenen Investmentfonds ist die Anzahl der Fondsanteile, im Gegensatz zu offenen Fonds, begrenzt. Ist die gesamte festgelegte Anlagesumme erreicht, wird der Fonds geschlossen. Sie können von privaten Initiatoren, aber auch von Investmentgesellschaften aufgelegt werden.

Private Initiatoren unterliegen keinerlei Aufsicht, da sie nicht durch das Kapitalanlagegesetz geregelt werden. Bei diesen Fonds, die auch als Steuersparmodelle (Medienfonds, geschlossene Immobilienfonds, Leasingfonds) bezeichnet werden, geht der Anleger ein erhebliches Risiko durch eine Unternehmensbeteiligung ein. Mit geschlossenen Fonds sammelt ein Unternehmen Kapital, um in Großobjekte (wie zum Beispiel in Immobilien) zu investieren.

Der Anleger muss hierbei eine relativ hohe Summe, die sich zwischen 2.500 und 25.000 Euro bewegen kann, als Mindestanlage investieren. Die Investitionsziele und der angestrebte Gewinn sind vorab genau festgelegt. Sind alle Anteile verkauft, wird der Fonds bei einer Laufzeit von meist zehn bis zwanzig Jahren geschlossen. Wird der Fonds aufgelöst, zum Beispiel durch den Verkauf des Objektes, erfolgt die Rückzahlung der Anteile. Eine frühere Rückgabe ist nicht, oder nur mit einem erheblichen Verlust, möglich.

Der Unterschied zu offenen Fonds

Geschlossene Fonds unterscheiden sich zu offenen Fonds dadurch, dass ein Handel an der Börse nicht stattfindet. Die klassischen Investmentfonds, die an der Börse gehandelt werden, können jederzeit gekauft und wieder verkauft werden. Dadurch sind die offenen Fonds besonders für Kleinanleger geeignet, da das Verlustrisiko minimiert wird. Bei geschlossenen Fonds ist das Gewinnpotenzial wesentlich höher, birgt aber auch ein erhebliches Risiko.