Fondstausch

Was ist ein Fondstausch?

Bei einem Fondstausch wechseln Anleger zwischen Fonds bei derselben Investmentgesellschaft. Sie schichten zum Beispiel von einem Aktienfonds des Anbieters zu einem Rentenfonds um.

Die Investmentgesellschaft tauscht die gewünschte Anzahl an Fonds in andere Anteilsscheine um, das erfolgt zum identischen, aktuellen Wert. In der Regel verzichten die Unternehmen hierbei auf die typischen Ausgabeaufschläge oder gewähren zumindest einen hohen Rabatt. Sie wollen damit verhindern, dass Anleger beim Fondskauf einen Konkurrenten vorziehen. Ein Fondstausch kommt infrage, wenn Investoren ihre Anlagestrategie ändern. Sie besitzen momentan riskante Aktienfonds und wollen mit einem stabilen Rentenfonds konservativer anlegen. Eventuell gefällt ihnen auch die Performance eines Fonds nicht und sie wechseln in derselben Anlageklasse wie europäische Aktienfonds zu einem anderen Produkt. Der Fondstauschinnerhalb einer Fondsgesellschaft ermöglicht diese Umschichtungen, ohne dass hohe Ausgabeaufschläge von meist 2,5 bis 5 % des Umsatzes die Rendite schmälern.

Fondswechsel im Rahmen der Altersvorsorge

Bei vielen Altersvorsorgeverträgen, die auf Investmentfonds basieren, führen die Gesellschaften einen Fondstausch automatisiert nach einem festgelegten Plan durch. Sie schichten die Fonds mehrere Jahre vor den Rentenzahlungen nach und nach von Aktienfonds zu konservativen Anteilsscheinen um. Auf diese Weise sichern sie das bisher erreichte Vermögen. Ansonsten drohen Verluste an den Aktienbörsen kurz vor dem Renteneintritt die erwartete private Rente zu reduzieren. Das lässt sich mit einem Sicherungsmanagement verhindern. Entweder vereinbaren die Unternehmen diesen Plan bereits beim Abschluss des Vertrags oder Anleger können sich bis zu einer fixierten Frist dafür entscheiden.