Festverzinslich

Was bedeutet festverzinslich?

Bei Privatanlegern und institutionellen Anleger sind Investmentmöglichkeiten, die über die gesamte Zeit der Investition eine fest kalkulierbare und konstante Rendite bieten, beliebt. Zu diesen Investitionsmöglichkeiten zählen festverzinsliche Wertpapiere. Festverzinslich bedeutet, dass Anleger für ein Wertpapier über die gesamte Laufzeit einen festen, im Vorhinein vereinbarten Zinssatz erhalten. Im Gegensatz zu Wertpapieren mit variablen Zinssätzen bedeutet festverzinslich, dass Anleger über die Laufzeit mit festen Zinserträgen rechnen können. Festverzinsliche Wertpapiere werden in unterschiedlichen Formen mit individuellen Laufzeiten von Staaten, Körperschaften, Banken und Unternehmen angeboten.

Beispiele für festverzinsliche Wertpapiere

Wertpapiere mit einem festen Zinssatz sind an den Kapitalmärkten und zum Teil direkt bei den Emittenten in unterschiedlicher Ausprägung erhältlich. Die klassische Anleihe, ausgegeben von Staaten, Unternehmen oder Kommunen zählt zu den bekanntesten festverzinslichen Wertpapieren. Weitere Formen sind die sogenannten Mittelstandsanleihen, Sparbriefe und Pfandbriefe. Pfandbriefe gelten allgemein als besonders sicher. Sie werden von den sogenannten Pfandbriefanstalten ausgegeben und für die Refinanzierung von Hypothekengeschäften genutzt. Ihre hohe Sicherheit beruhte darauf, dass die zugrunde liegenden Immobilien nur mit maximal 60 % des eigentlichen Wertes beliehen werden.

Eine Sonderstellung unter den festverzinslichen Wertpapieren nehmen die sogenannten Wandelanleihen ein. Bei einer Wandelanleihe erhalten Anleger über die gesamte Laufzeit einen festen Zinssatz. Am Fälligkeitsdatum kann das ausgebende Unternehmen jedoch entscheiden, ob der Investor den investierten Betrag in bar zurückerhält oder ob ihm das Unternehmen stattdessen eigene Aktien überträgt.

Festverzinslich ist nicht gleichbedeutend mit einer sicheren Kapitalanlage

Bei festverzinslichen Wertpapieren gilt in der Regel, dass das Verlustrisiko einer Investition mit der Höhe des Zinssatzes steigt. Staaten und Unternehmen, deren Bonität als gering eingeschätzt wird, müssen, um über die Kapitalmärkte den Haushalt oder Investitionen zu finanzieren, den Anlegern hohe Renditen im Ausgleich für ein hohes Risiko anbieten.