Europäische Option

Was ist eine Europäische Option?

Eine Europäische Option kann nur am Ende ihrer Laufzeit bei Fälligkeit ausgeübt werden. Europäische Optionen tendieren dazu, im Vergleich zu den ähnlichen amerikanischen Optionen, mit einem Abschlag zu handeln; denn amerikanische Optionen ermöglichen es dem Optionskäufer, die Option jederzeit bis einschließlich des Verfallsdatums auszuüben. Europäische Optionen werden normalerweise außerbörslich gehandelt, während amerikanische Optionen normalerweise an standardisierten Börsen zu erwerben sind.

Die Europäische Option im Detail

Die Europäische Option ist ein Vertrag, welcher dem Eigentümer das Recht, aber nicht die Verpflichtung einräumen, den Basiswert am Verfalltag der Option zu einem bestimmten Preis, dem sogenannten Ausübungspreis, zu kaufen oder zu verkaufen. Eine solche Kaufoption gibt dem Eigentümer das Recht, den Basiswert zu kaufen, während eine Verkaufsoption dem Eigentümer das Recht gibt, den Basiswert zu verkaufen.

Ein Käufer einer Europäischen Option, der nicht auf die Fälligkeit warten will, um sie auszuüben, kann die Option zur Schließung der Position jederzeit verkaufen. Bei der Ausübung werden die Rechte der Option in Bezug auf das zugrunde liegende Wertpapier genutzt. Das Schließen der Optionsposition vor Ablauf bedeutet, dass der Händler den Verlust oder Gewinn auf der Option selbst realisiert, da sich die Optionspreise aufgrund der Bewegung und Volatilität des zugrunde liegenden Wertpapiers und der Zeit bis zum Ablauf ändern.

Beispiel für eine europäische Option

Ein Investor kauft beispielsweise eine Juli-Call Europäische Option auf die Aktie XYZ mit einem Ausübungspreis von 50EUR. Nach Ablauf der Frist beträgt der Marktpreis der Aktie XYZ 7EUR. In diesem Fall hat der Inhaber der Call-Option das Recht, die Aktien zu einem Preis von 50 EUR zu kaufen und übt die Option aus, um 25EUR oder anders gesagt 75 EUR – 50 EUR pro Aktie zu verdienen. In diesem Szenario ist es jedoch nicht sinnvoll, die Option zum Kauf der Aktie bei 50 EUR auszuüben, wenn der Marktpreis der Aktie XYZ 30 EUR beträgt und die gleiche Aktie am Markt für 30 EUR gekauft werden könnte. In diesem Fall beträgt die Rückzahlung 0 EUR.

Man beachte, dass die Auszahlung und der Gewinn unterschiedlich sind. Um den Gewinn aus der Option zu berechnen, müssen die Kosten des Vertrages von der Rückzahlung abgezogen werden. In diesem Sinne kann ein Anleger bei der Option maximal das verlieren, was er als Prämie für die Europäische Option bezahlt hat. Wenn der Investor 5EUR für die Call-Option bezahlt hat und die zugrunde liegende Aktie auf 75EUR steigt, ist diese Option 25EUR wert und der Gewinn des Händlers beträgt 20EUR pro Aktie (25 – 5). Eine Option repräsentiert typischerweise 100 Aktien. Wenn die Aktie auf 40EUR oder sogar 1EUR fällt, ist die Call-Option nach Ablauf wertlos und der Trader verliert die 5EUR, die er für die Option bezahlt hat.