EEG Umlage

Was ist die EEG Umlage?

Seit fast zwei Jahrzehnten wird die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien wie Sonne, Wind, Wasserkraft und Biomasse in der Bundesrepublik gefördert. Grundlage dieser Förderung ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und die EEG Umlage. Auf der Grundlage des im März 2000 erstmals in Kraft getretenen erneuerbaren Energien Gesetzes erhalten die Betreiber von Anlagen, die Strom aus erneuerbaren Energien produzieren und den Strom ins Stromnetz einspeisen, eine festgelegte Vergütung. Diese Vergütung ist jedoch um ein Vielfaches höher, als der Erlös, den die Netzbetreiber durch den Verkauf des Stroms an der Strombörse erzielen können. Diese Differenz wird über die EEG Umlage ausgeglichen. Die Umlage müssen Stromkunden zusätzlich zum Stromtarif bezahlen.

Jährliche Neu-Festlegung

Die von allen Stromkunden zu bezahlende Umlage wird jährlich von den Übertragungsnetzbetreibern neu festgelegt. Für das Jahr 2019 müssen Stromkunden mit 6,405 ct/kWh gegenüber 6,792 ct/kWh im Jahr 2018 etwas weniger bezahlen. Bei der Festlegung der Umlagenhöhe werden unter anderem der zu erwartende Börsenstrompreis im Jahresverlauf, die Höhe des letzten Stromverbrauchs und die Zahl der neu errichteten, durch das EEG geförderten Anlagen berücksichtigt. Zusätzlich wird eine Liquiditätsreserve einkalkuliert, mit der unerwartet hohe Vergütungen beispielsweise wegen einer überdurchschnittlichen Sonneneinstrahlung abgefangen werden sollen.

Kritik

Kritisiert wird vor allem, dass es bei der Bezahlung der EEG Umlage die Zahl der Ausnahmen für industrielle Stromkunden in den vergangenen Jahren stark angestiegen ist. Großverbraucher, die mehr als 1 GWh pro Jahr verbrauchen und bei denen der Strompreis einen hohen Anteil an der gesamten Wertschöpfung hat, können beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) eine Ermäßigung der Umlage beantragen. Je mehr Ausnahmen es gibt, umso höher wird jedoch der Anteil an der Umlage, den private Verbraucher und kleine Unternehmen bezahlen müssen. Nicht zuletzt aufgrund dieser Ausnahmen hat sich die Umlage seit dem Jahr 2010 mehr als verdreifacht.