Cost-Average-Effect

Was ist der Cost-Average-Effect?

Mit dem Begriff Cost-Average-Effect beschreibt man das Phänomen in der Finanzwirtschaft und im Fondssparen, dass es einem Anleger möglich ist, mit einem gleich bleibenden Kapitaleinsatz eine höhere Anzahl von Anteilen zu erwerben, wenn der Kurs der Anteile fällt und im Gegensatz dazu bei steigendem Wert der Anteile weniger Anteile für denselben Einsatz erhält. Auf lange Sicht tritt aber der Effekt ein, dass der durchschnittliche Kaufpreis für die bezeichneten Anteile an einem Fonds günstiger wird, als wenn der Anleger nur einmalig an einem Fixtag zu einem bestimmten Kurs der Anteile kauft.

Langfristige Auswirkung des Durchschnittskosteneffektes

Der Cost-Average-Effect entfaltet seine Wirkung vor allem bei langfristig geplanten Fondssparplänen. Weiterhin tritt dieser um so stärker auf, desto volatiler sich der Kurs des betreffenden Anteils bzw. Grundwertes verhält und entwickelt. Dieser positive Effekt beim Durchschnittskosteneffekt verstärkt sich dadurch, dass gerade bei auf längere Sicht projektierten Fondssparplänen der Anleger auch dadurch entlastet wird, dass er nicht nur zu einem günstigeren Durchschnittspreis einkauft, sondern auch durch die Fondssparweise und Steuerung seines regelmäßigen Einsatzes auch Anteilsbruchteile erwerben kann, die beim Erwerb günstiger sind, weil kein Preis für volle Anteile auf einmal fällig wird.

Am Jahresende kann der Anleger durch den Vorteil des Cost-Average-Effect folglich über dieselbe Anteilszahl oder sogar größere Anteilszahl verfügen, die er bei einem Einmalkauf gehabt hätte bei derselben Anlagesumme, hat aber einen Gewinn bereits dadurch erzielt, dass der Durchschnittskostenpreis geringer ausgefallen ist. Das ist in einer Bilanz natürlich erst nach einem gewissen Zeitraum zu ermitteln.