Beitragsgarantie

Was ist eine Beitragsgarantie?

Der Begriff der Beitragsgarantie stammt aus dem Versicherungswesen und prägt heutzutage vor allem die Verträge, die zur Altersvorsorge abgeschlossen werden. Dahinter steckt, dass alle gezahlten Beiträge am Ende der Laufzeit des Vertrages auf jeden Fall vorhanden und somit zur Auszahlung garantiert sind. Dies ist regelmäßig bei Riesterverträgen anzutreffen, die in einen Investmentfonds investieren.

Positive und negative Auswirkungen

Der wohl größte Vorteil der Beitragsgarantie ist, dass die versicherte Person davor bewahrt wird Kapitalverluste zu erleiden, da der gesamte eingezahlte Betrag zum Rentenbeginn zur Verfügung steht und ausgezahlt wird. Dies wird unabhängig von der Entwicklung des Fonds garantiert. Als negativen Aspekt bezeichnet man die Tatsache, dass während der Laufzeit ein Teil des Beitrages in einen gesicherten Deckungsstock fließt, der nur gering verzinst wird. So wird in Zeiten der niedrigen Habenzinsen knapp die Hälfte des Versicherungsbeitrages in den Deckungsstock gezahlt, um zum Vertragsende die Beiträge überhaupt garantieren zu können. In dieser Garantie findet sich allerdings keine fest zugesagte Rendite für den Vertrag. Somit fließt deutlich weniger Geld in den Fonds, als ursprünglich angenommen und die Anlage wird dadurch insgesamt weniger rentabel.

Garantierte Beiträge auf Kosten der Rendite

Ein großer Kritikpunkt an der Garantie der Beiträge ist die Tatsache, dass zwar mindestens die gezahlten Gelder zum Ende der Laufzeit zur Auszahlung garantiert sind, diese Absicherung aber eine niedrigere Verzinsung der gesamten Anlage zur Folge hat. Denn das Geld, das zur Sicherung in den Deckungsstock fließt, wird deutlich geringer verzinst als der möglicherweise zu erzielende Gewinn des Investmentfonds, in den der andere Teil der Beiträge eingezahlt wird.