Bafin

Was ist die BaFin?

BaFin ist die Abkürzung für Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. Sie ist eine Anstalt des öffentlichen Rechtes, die für alle in der Finanzwelt in Deutschland tätigen Unternehmen zuständig ist und dabei oberste Aufsichtsbehörde des Bundes. Die BaFin ist dabei rechtlich selbstständig, also auch von der Bundesregierung unabhängig in ihrem Handeln und Ausüben der Aufsichtsfunktion. Durch sie werden alle Transaktionen und Handlungen sowie die Personalauswahl der in der Finanzbranche agierenden Unternehmen wie Banken und Versicherungen überwacht und kontrolliert. Dazu gehören beispielsweise auch die privaten Krankenversicherungsunternehmen.

Aufgaben der BaFin

Die oberste Bundesbehörde übt nicht nur die Aufsicht über die Unternehmen der Finanzwirtschaft aus, sondern übernimmt auch wichtige Schutzfunktionen für den Bürger und Kunden der Finanz-Dienstleister. Jeder Bürger kann zum Beispiel über einen Antrag bei der BaFin notfalls sein Recht auf ein Bürgerkonto bei einer Bank durchsetzen. Wenn der Bürger keinen Zugang zu einem Bankkonto erhält, erlässt die Behörde auf seine Beschwerde hin einen Verwaltungsakt, der die betreffende Bank dazu verpflichtet, für den Bürger ein Konto einzurichten. Auch ist sie für die Prüfung der Zuverlässigkeit der Vorstände bei Banken und Versicherungen zuständig. Wenn eine Person diese Anforderungen nicht erfüllt, kann sie der Person die Tätigkeit im Bereich Banken und Versicherungen untersagen. Des Weiteren dient die Behörde als Kontrollinstanz für alle Finanzunternehmen mit der hoheitlichen Gewalt, auch Banken und Versicherungen zu schließen, wenn diese unzuverlässig sind oder erheblich gegen Recht verstoßen. Auch die Aufsicht über die gesetzliche und private Krankenversicherung wird über diese Bundesbehörde ausgeübt.

Aufsichtssäulen kennzeichnen Arbeit der BaFin

Die Aufsichtsfunktionen der BaFin werden im Wesentlichen durch 4 Aufsichtssäulen definiert. Die erste Säule ist die Bankenaufsicht, die zweite Säule ist die Aufsicht über die Versicherungswirtschaft, die dritte Säule umfasst die Aufsicht über den Wertpapierhandel und eine vierte Säule dient der Wahrnehmung genereller Überwachungsaufgaben und der inneren Verwaltung.

Auch die Zusammenschlüsse von an der Börse notierten Unternehmen und die Einhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Pflichtmitteilungen zum Beispiel bei Firmenfusionen oder bei Gewinnwarnungen und der sogenannte „Insiderhandel“ wird durch die BaFin überwacht bzw. verfolgt. Börsengänge werden ebenfalls durch die Behörde unter dem Aspekt der Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften begleitet und überwacht. Nicht zuletzt werden Fonds aus dem In- und Ausland in Deutschland durch die Behörde beaufsichtigt. So ist auch das Verbot von Leerverkäufen Teil des Überwachungsauftrages der Behörde.

Entstehungsgeschichte der BaFin

Die BaFin ist im Jahr 2002 als Zusammenschluss der beiden Bundesaufsichtsämter für Wertpapierhandel sowie Kreditwesen entstanden. Es gibt zwei Dienstsitze in Frankfurt/Main und Bonn, die insgesamt ca. 2100 Angestellte und Beamte beschäftigen. Die Aufsicht über die Bundesbehörde wird durch das Finanzministerium ausgeübt. Die Finanzierung der BaFin erfolgt über Gebühren, die die Unternehmen der Branche, für deren Aufsicht die BaFin zuständig ist, getragen werden.