Assetklasse

Was versteht man unter einer Assetklasse?

Eine Assetklasse, oft auch als Anlageklasse bezeichnet, ist eine Gruppe von Anlagen, die ähnliche Merkmale aufweist und den gleichen Gesetzen und Vorschriften unterliegen. Zu den wichtigsten Anlageklassen zählen Aktien, festverzinsliche Wertpapiere (Anleihen), liquide Mittel, Immobilien, Rohstoffe, Futures und andere Finanzderivate. Zudem gibt es einige eher exotische Anlageklassen, wie Kryptowährungen, Wein, Wiskey oder auch Kunst. Die Anlageklassen wurden eingeführt um ein Depot besser ordnen und diversifizieren zu können. Vereinfacht ausgedrückt ist eine Assetklasse eine Gruppierung von vergleichbaren Finanztiteln.

Warum teilt man ein Anlageportfolio in verschiedene Anlageklassen auf?

Durch die Anlage in verschiedene Assetklassen versuchen Anleger ihr Portfolio gegen die Volatilität des Marktes zu schützen. In der Regel gibt es zwischen den verschiedenen Anlageklassen nur eine sehr geringe und in einigen Fällen eine negative Korrelation. Finanzberater betrachten Anlagen als eine Assetklasse, die zur Diversifizierung verwendet werden. Von jeder Anlageklasse wird erwartet, dass sie unterschiedliche Risiko- und Ertragsmerkmale widerspiegelt und sich in jedem Marktumfeld unterschiedlich entwickelt. Zum Beispiel verhalten sich Techaktien im Markt oft simultan.

Assetklasse und Anlagestrategie

Um ein Portfolio möglichst ausgeglichen zu gestalten, sollte jeder Anleger, daher in verschiedene Anlageklassen investieren. Investoren, die nach Rohstoffen suchen, wenden Anlagestrategien an, die auf die Erzielung von Rohstoff-Renditen ausgerichtet sind. Anlagestrategien können an Wachstum, Wert, Ertrag oder eine Vielzahl anderer Faktoren gebunden sein. Diese Anlagemöglichkeiten können helfen einem bestimmten Kriterienkatalog aufzustellen und zu kategorisieren. Einige Analysten verknüpfen Kriterien mit Performance- und Bewertungskennzahlen wie dem Gewinn pro Aktie (EPS) oder dem Kurs-Gewinn-Verhältnis (P/E). Andere Analysten sind weniger an der Performance als vielmehr an der Anlageklasse interessiert. Dies zeichnet sich besonders im Kunstmarkt oder Immobilienmarkt ab. Eine Investition in eine bestimmte Assetklasse ist eine Investition in eine Anlage, die eine Reihe von Eigenschaften aufweist. Infolgedessen weisen Investitionen in die gleiche Anlageklasse tendenziell ähnliche Gewinnmargen auf.

Unterschiedliche Assetklassen im Überblick

Aktien, Schuldscheine oder festverzinsliche Wertpapiere, Barmittel oder börsenfähige Wertpapiere und Rohstoffe sind die liquidesten Anlageklassen und damit die am häufigsten notierten Anlageklassen. Es gibt auch alternative Anlageklassen, wie Immobilien, und wertvolles Inventar, wie Kunstwerke, Briefmarken und andere handelbare Sammlerstücke. Einige Analysten bezeichnen auch eine Investition in Hedgefonds, Venture Capital, Crowdsourcing oder Kryptowährungen als Beispiele für alternative Anlagen. Allerdings spricht die Illiquidität eines Vermögenswertes nicht für sein Renditepotenzial; es bedeutet nur, dass es länger dauern kann, einen Käufer zu finden, der den Vermögenswert in Bargeld umwandelt. Zudem fehlt diesen kleineren Märkten oft die nötige Liquidität, um alle Anleger zu befriedigen. Als Anleger sollte man sein Portfolio immer breit streuen, um gegen Schwankungen in den einzelnen Märkten abgesichert zu sein.