Anlegertypen

Welche Anelgertypen gibt es?

In Sachen Geldanlage wird in der Regel zwischen vier verschiedenen Anlegertypen unterschieden. Sie orientieren sich an der Risikobereitschaft und dem Sicherheitsbedürfnis des Anlegers. Für gewöhnlich werden dabei substanzorientierte, ertragsorientierte, wachstumsorientierte und chancenorientierte Anleger voneinander unterschieden. Je höher das Bedürfnis an Sicherheit eines Anlegers ist, desto weniger Erträge kann er erwarten. Auf der anderen Seite wächst das Risiko, das der Anleger tragen muss, wenn ein höherer Ertrag zu erwarten ist.

Der substanzorientierte Anleger

Für diesen Anlegertypen ist Sicherheit das wichtigste und entscheidendste Kriterium für seine Geldanlage. Die garantierten Erträge und die Sicherheit des Kapitals, das angelegt wird, stehen für ihn an erster Stelle. Für diesen Typ von Anleger soll vor allem die Substanz des Geldes, das er einsetzt, erhalten bleiben. Dies ist zum Beispiel bei Sparbüchern oder Tagesgeld der Fall. Da solch konservative Art sein Geld anzulegen sehr viel Sicherheit garantiert, bedeutet dies zugleich, dass eine sehr geringe Rendite zu erwarten ist. Diese reicht oft nicht aus, um einen Inflationsausgleich darzustellen. Da dieser Anlegertyp jedoch seinen Fokus auf Sicherheit legt, spielen niedrige Erträge für ihn keine Rolle.

Der ertragsorientierte Anleger

Diese Anleger nehmen leichte Kursrisiken und Zinsschwankungen hin. Zwar spielt auch für diesen Anlegertypen Sicherheit eine große Rolle, aber für ihn zählt vor allem ein sicherer Zinsertrag. Ein solches Zinseinkommen bewegt sich meist auf dem üblichen Zinsniveau und gehen eher selten darüber hinaus. Diesen Ertrag erzielen solche Anleger beispielsweise mit Rentenfonds oder festverzinslichen Wertpapieren. Beim Verhältnis zwischen Risiko und Sicherheit legt der ertragsorientierte Anleger seinen Fokus noch immer etwas stärker auf Sicherheit.

Der wachstumsorientierte Anleger

Anleger, die sich einen höheren Ertrag als den des üblichen Zinsniveaus erhoffen, investieren ihr Kapital in Anlagen, die mehr Risiko in sich bergen. Wer wachstumsorientiert ist, zählt bereits zu den Anlegertypen, die ein erhöhtes Risiko in Erwartung höherer Erträge in Kauf nehmen. Diese höheren Erträge ergeben sich nicht nur aus Zinserträgen, sondern zusätzlich aus Kurs- oder Währungsgewinnen. Dies ist beispielsweise bei ETFs oder DAX-Aktien, sowie beispielsweise europäischen Rentenfonds der Fall.

Der chancenorientierte Anleger

Diese Anleger haben die höchste Risikobereitschaft aller Anlegertypen. Wer chancenorientiert ist, legt keinen großen Wert auf Sicherheit, sondern auf möglichst hohe Gewinne. Diese Gewinne ergeben sich dabei aus der Spekulation auf höhere Kurs- und Währungsschwankungen. So hoch die Gewinnerwartung, so hoch ist auch das Verlustrisiko dieses Anlegertypen. Sicherheit spielt für ihn also wenig bis gar keine Rolle. Anleger dieses Typs investieren ihr Kapital beispielsweise in ETFs, einzelne Aktien, aber auch Optionen und Derivate.