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Impact Investing ist eine eigenständige Untergruppe von nachhaltigen Geldanlagen. Investoren erhalten hierbei messbare Erfolge auf die erbrachte Nachhaltigkeit sowie ähnlich hohe Rendite wie bei vergleichbaren Geldanlagen.

Dies liegt daran, dass die Anleger bei Impact Investing Ergebnisse von den investierten Firmen in Form von Zahlen erwarten. Die Unternehmen müssen zeigen, wie sich das investierte Geld in Bezug auf nachhaltige Projekte oder Produkte ausgewirkt hat. Fehlen solche Messungen, handelt es sich schlicht um nachhaltige Geldanlagen.

Soziale Geldanlagen bzw. social Impact Investing geht noch spezifischer in die ethische Richtung. Im Mittelpunkt stehen gesellschaftliche Verbesserungen, die einen Mehrwert für Personen bringen. Wie das genau aussehen kann, zeigen wir in diesem Beitrag genauer.

Impact Investing: was sind soziale Geldanlagen?

Beim wirkungsorientierten Investieren stehen positive Effekte auf die Umwelt und die Gesellschaft im Mittelpunkt. Soziale Geldanlagen legen den Schwerpunkt dabei auf die ethischen und moralischen Ergebnisse. Es geht also hauptsächlich um die Menschen. Dadurch treiben Investoren in diesem Bereich gezielt Veränderungen an. Die Wirkung des Investments steht klar im Fokus, weshalb Investoren besonders darauf achten müssen, dass die Kriterien der Nachhaltigkeit erfüllt sind.

Diese Inhalte gehören beispielsweise zu den ökonomischen Aspekten:

  • Firmen, die sich aktiv dafür einsetzen, dass sowohl die eigenen Mitarbeiter als auch die der Partner faire Löhne sowie gerechte Arbeitszeiten/-bedingungen erhalten.
  • Betriebe, die benachteiligte Gruppen wie geistig behinderte Menschen einstellen und in das Team integrieren.
  • Unternehmen, deren Produkte/Engagement dafür sorgen, dass so viele Menschen wie möglich Zugang zu gesundem Trinkwasser oder/und genug Lebensmittel erhalten.

Warum auf dem Markt gerade die ethischen Aspekte so wichtig sind, zeigt ein Blick auf die letzten Jahre. Obwohl in den Medien immer wieder viel Aufmerksamkeit auf Umweltschutz und Globalisierung liegt, ist der Markt des Impact Investings deutlich stärker auf ethische Inhalte ausgerichtet, was soziale Geldanlagen sehr beliebt macht.

Nur neun Prozent aller nachhaltigen Investitionen in diesem Bereich lagen auf umweltzentrierte Projekte.

Viel stärker vertreten sind soziale Geldanlagen. Dazu zählen Fortschritte im Gesundheitssektor, für die Bildung sowie Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen.

Wie können Privatanleger in soziale Geldanlagen investieren?

Der Bereich Impact Investing ist allgemein relativ jung. Dennoch gibt es schon verschiedene Investitionsmöglichkeiten mit ethischen Bezügen:

  • Direkt in Aktien oder Anleihen von Unternehmen, deren Schwerpunkt auf der sozialen Ebene liegen
    • Hoher Aufwand, da sich Anleger selber mit den Firmen auseinandersetzen müssen, um zu sehen, ob die Inhalte mit den eigenen Vorstellungen zusammenpassen.
  • Durch nachhaltige Fonds, die sich alleine auf ethische Aspekte konzentrieren
    • Wenig Aufwand, da die Betriebe bereits im Vorfeld auf Ihre Wünsche hin selektiert werden.
  • Bei Sozial- und Ethikbanken investieren, die Sozialunternehmen unterstützen
    • Relativ geringer Aufwand, aber auch keine großen Renditen möglich.
  • Mit Crowdfunding-Projekten, die gezielt die Gesellschaft verbessern möchten
    • Moderater Aufwand, da solche Angebote online schnell zu finden sind und man dennoch individuell entscheiden kann.

Welche Geldanlagen sind ökonomisch nachhaltig?

Da soziale Nachhaltigkeit mehr als nur ein Trend ist, sind die verschiedenen Bereiche beinahe grenzenlos gewachsen. Immer mehr Menschen schaffen Innovationen in diesem Gebiet und setzen sich für hohe ethische Grundsätze ein. Daher gibt es eine Vielzahl an Projekten bzw. Firmen, in die Anleger soziale Geldanlagen ohne schlechtes Gewissen investieren können.

Mikrofinanzierung

Trotz der großen Vielfalt setzt ein Drittel aller Anleger bei ökonomischem Impact Investing auf Mikrofinanzierung. Hierbei handelt es sich um eine der ältesten soziale Geldanlagen. Das dahinterliegende System soll Existenzgründern die Möglichkeit geben, einen Kredit aufzunehmen, wenn Banken diesen zuvor verweigert haben.

Solche Darlehen sind daher besonders etwas für die arme Bevölkerung. Dank des geliehenen Gelds sollen sich solche Menschen eine Existenz aufbauen können. Das Ziel von Mikrokrediten liegt also darin, Armut zu reduzieren. Auch wenn es solche Darlehen in fast allen Ländern gibt, lebt die Vielzahl der Kreditnehmer in Schwellenländer, in denen die Armut verhältnismäßig weit verbreitet ist. Obwohl die Zinsen bei solchen Mikrokrediten relativ hoch sind, stellen sie eine große Hilfe für die Kreditnehmer dar. In der Regel sind die Kredite mit 20 Prozent verzinst. Als Erklärung führen die Kreditgeber eine intensive Betreuung und Beratung an, die es den Menschen tatsächlich ermöglicht, das geliehene Geld trotz der hohen Zinsen zurückzuzahlen.

Privatanleger können in diesem Bereich frei entscheiden, welche Menschengruppen sie gezielt unterstützen möchten. So gibt es spezielle Kredite für Frauen oder zur Unterstützung der Bildung.

Technische Entwicklungen

Technische Innovationen sind vor allem in Startups gefragt, in die Anleger gerne investieren. Eine direkte Verbindung zu ethischen Projekten schaffen Betriebe, die Apps oder Programme entwickeln, die den Fokus auf soziale Aspekte legen wie beispielsweise Lernprogramme für benachteiligte Gruppen. Das Risiko bei sozialen Geldanlagen in solche Unternehmen liegt allerdings genauso hoch wie bei vergleichbaren Startups ohne moralischen Bezug.

Soziale Immobilien

Ebenfalls eine Symbiose aus zwei beliebten Investitionsbranchen bilden soziale Immobilien. Dabei handelt es sich zum Beispiel um:

  • Pflegeimmobilien
  • Gesundheitszentren
  • Schulen
  • Kindertagesstätten

Bei Investitionen in solche Immobilien unterstützen Anleger die Schaffung notwendiger Bildungsstätten bzw. Wohnraum für gesundheitlich benachteiligte Menschen. Zudem beheben solche Gebäude nicht nur soziale Missstände, sondern sind häufig gleichzeitig grüne Immobilien, die einen positiven Beitrag für den Umweltschutz leisten. Experten sagen Geldanlagen in Immobilien – vor allem mit der sozialen Komponente – gute Zukunftschancen vorher.

Klassische Unterstützungen

Daneben gibt es natürlich auch Firmen, deren Gesamtkonzept sozial ausgerichtet ist. Dabei liegt beispielsweise das Management oder das produzierte Produkt gezielt auf dem ökonomischen Aspekt.

Dazu zählen zum Beispiel Nahrungssicherheit bzw. Bildung in anderen Ländern. So gibt es Betriebe, die im Ausland produzieren und sich dort gezielt für die Bevölkerung vor Ort einsetzen. Soziale Geldanlagen unterstützen solche Projekte gezielt. Seien es Produkte, die das Trinkwasser reinigen, oder nachhaltige Verpackungen, sodass der Arbeitsplatz für die Zukunft gesichert ist.

Auch faire Löhne bzw. Arbeitszeiten sind ein großer Teil davon. Selbst wenn das in Deutschland selbstverständlich ist, gibt es viele Firmen im Ausland, die ihren Angestellten viel zu wenig zahlen und über zehn Stunden am Tag arbeiten lassen.

In Deutschland ansässige Unternehmen arbeiten häufig mit einem anderen Ansatz. Hier geht es zum Beispiel um neue Entwicklungen im medizinischen Sektor oder um die Integration benachteiligter Gruppen. Soziale Betriebe engagieren sich in diesem Fall dafür, geistig behinderte Menschen einzustellen. Diese können einfache Arbeiten eigenständig ausführen und sind in die gesamte Firma integriert.

 

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