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Sinnvoll & sicher anlegen mithilfe der Risikostreuung

Anleger, die ihr Geld schnell vermehren möchten, sind sich des erhöhten Risikos bewusst, das potentiell hohe Renditen mit sich bringen. Allerdings ist nicht jeder bereit, auf sichere Kapitalanlagen zu setzen, da diese erst über Jahrzehnte einen größeren Gewinn ausschütten. Um den Balanceakt zwischen hohem Risiko und rentablen Erträgen zu meistern, gilt die Risikostreuung als geeignetes Mittel. Der folgende Beitrag soll erläutern, um was es sich dabei genau handelt und ein paar Tipps zur richtigen Anwendung aufzeigen.

Risikostreuung: Definition

Die Risikostreuung, auch Diversifikation genannt, hat das Ziel, das Gesamtrisiko eines Portfolios zu minimieren. Dies gelingt durch eine bewusste Streuung auf verschiedene Vermögenswerte. Dadurch lassen sich Verluste, die bei einer Kapitalanlage entstehen, ausgleichen und abfedern. Im konkreten Beispiel bedeutet das, dass Anleger in verschiedene Branchen, Wertpapiere und andere Vermögenswerte investieren. Gleichzeitig kombinieren sie riskantere Anlagen mit sicheren, um einen kompletten finanziellen Zusammenbruch abzuwenden. Das Ziel ist es hierbei, ein Klumpenrisiko zu vermeiden, also dafür zu sorgen, dass keine Geldanlage ein deutliches Übergewicht gegenüber den anderen innehat.

Wann macht bei einer Kapitalanlage Risikostreuung Sinn?

Obwohl es vernünftig klingt das Risiko bei Geldanlagen zu streuen, macht es nicht immer Sinn. Es ist abhängig von der individuellen Anlagestrategie. Privatanleger, die auf Sicherheit setzen, bevorzugen eine Risikostreuung. Eine risikobewusste sowie renditeorientierte Anlagestrategie hingegen erfordert eine geringere Ausprägung der Risikostreuung. Die Absicherung rückt hierbei in den Hintergrund und wird zweitrangig. Zudem gibt es festverzinste Geldanlagen, wie ein Festgeldkonto. Bei diesen ist eine Risikostreuung nur dann erforderlich, wenn die Anlagesumme höher ist als die Einlagensicherungsfonds. Jedoch liegen diese in Europa laut Gesetz bei 100.000 Euro. Deutsche Banken bieten teilweise sogar eine Einlagensicherung von über 1 Millionen Euro an. Falls Privatanleger tatsächlich höhere Beträge auf solchen Konten liegen haben, ist eine Aufteilung der Geldanlage auf verschiedene Institute sinnvoll. Dadurch sichern sie sich ab, indem sie ihr Kapital vor einer möglichen Bankinsolvenz schützen.

Arten der Risikostreuung

Abgesehen von festverzinsten Kapitalanlagen, ist Risikostreuung für die Anleger sinnvoll, die auf sichere Geldanlagen setzen. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie diversifiziert werden kann.

Diversifikation in Aktien

In Aktien zu investieren, ist eine Sache für sich. Um einen vollständigen Überblick zu haben, müssen sich Privatanleger stark mit dem Aktienmarkt auseinandersetzen. Die Strategie der Diversifikation ist dabei nicht weniger anspruchsvoll. Am einfachsten ist es, wenn sich Anleger an den sogenannten Blue Chips bzw. Large Caps orientieren. Diese Begriffe bezeichnen Unternehmen, die eine hohe Marktkapitalisierung haben und daher als weniger risikoreich gelten. Im Gegensatz dazu stehen die Small Caps, die durch ihre geringere Marktkapitalisierung deutlich riskanter sind. Selbst bei risikobewussten Anlagestrategien sollten nicht mehr als 15 % bis 20 % des Aktienportfolios aus diesen Titeln bestehen. Wer dies berücksichtigt, verfolgt bereits eine sichere Risikostreuung. Allerdings sollte auch bei dieser Strategie nicht nur auf ein Pferd gesetzt werden. Personen, die in Aktien investieren möchten, sollten dabei nicht nur auf große und kleine Unternehmen streuen, sondern ebenfalls auf verschiedene Länder, beispielsweise sowohl in deutsche, als auch in amerikanische oder japanische Aktien. Weitere Unterscheidungen sollten zudem innerhalb der Branchen liegen, in denen Anleger investieren. So können diese Gebiete breit gefächert werden und je Landesaktie unterschiedlich ausfallen. Als Beispiel können die Wertpapiere in die Bekleidungs-, Software- oder Pharmabranche aufgeteilt werden. Das Risiko von Verlusten wird damit weiter verringert. Umso breiter die Streuung, umso sicherer sind die Anlagen. Bei alldem sollten Anleger von Aktien darauf achten, dass jeder Kauf- bzw. Verkaufsvorgang einer Aktie mit Gebühren zusammenhängt, die man dem Broker oder der Bank dafür bezahlen muss.

Risikostreuung auf dem Markt mit Fonds und ETFs

Da Direktinvestments in einzelne Titel recht kompliziert sind, gibt es die einfachere Möglichkeit durch Fonds und ETFs (Exchance Traded Funds) in Aktien zu investieren. Bei Fonds sowie ETFs handelt es sich um Finanzprodukte, die bereits verschiedene Anteile an Aktiengesellschaften in Pakten bündeln bzw. einen bestimmten Aktienindex, wie den DAX nachbilden. Dabei unterscheiden sie sich nur darin, dass Fonds aktiv zusammengestellt werden.

  • h. dass diese beiden Produkten bereits eine Risikostreuung beinhalten.
  • Bei offenen Fonds ist die Streuung in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben!
    • Offene Investmentfonds (dazu zählen Aktienfonds, Renten-, Geldmarkt-, oder Immobilienfonds) sind zur Risikostreuung verpflichtet. Dabei definiert die Fondsstrategie, innerhalb welcher Grenzen das Fondsvermögen auf verschiedene Anlagen aufzuteilen ist.
    • Im Kapitalanlagengesetzbuch (KAGB)steht der Grundsatz zur Risikostreuung.

Obwohl in diesen beiden Geldanlagen bereits eine Risikostreuung inhärent ist, sollten Privatanleger dennoch selber für weitere Diversifikation sorgen. Dies gelingt dadurch, nicht nur einen Fonds oder ETF zu investieren, sondern in verschiedene. Dabei gilt zu beachten, dass deren Ausrichtung unterschiedlich ist. Zudem ist es auch hier nicht sicher, nur in Fonds oder ETFs zu investieren, sondern noch weitere Anlagemöglichkeiten zu nutzen, falls es zu einem Börsencrash kommt.

In Sachwerte und Immobilien investieren

Neben Aktien und Fonds haben Anleger, die auf eine Risikostreuung setzen, die Möglichkeit in Anlagen zu investieren, die sich abseits des Aktienmarktes abspielen. Dazu zählen beispielsweise Wertgegenstände oder Immobilien. Da eine Immobilie sehr hohe Kosten mit sich bringt, ist hier eine Risikostreuung nur für wenige Menschen tatsächlich umsetzbar. Daher gibt es noch weitere Wege, Immobilien als Kapitalanlage zu nutzen. Und das ohne ein eigenes Haus oder eine eigene Wohnung zu kaufen. Vorzugsweise gibt es hier die Möglichkeit, sich an Immobilienbeteiligungen anzuschließen, wie dem  . Hierbei haben Anleger die Möglichkeit, diversifiziert in Immobilien zu investieren. Das gelingt hier sogar mit relativ geringen Summen. Eine Risikostreuung ist hier aufgrund der niedrigen Investitionssumme ebenfalls möglich.

Verschiedene Risiken beachten

Wie beim Thema Aktienmarkt bereits erwähnt, gibt es einige Risiken, die eine Diversifikation der Geldanlagen nötig machen. Zum Beispiel das Währungs- oder Länder-Risiko. Aufgrund der wirtschaftlichen Lage oder einem verschlechterten Wechselkurs zum Euro sind Schwankungen möglich. Deshalb ist es empfehlenswert, nicht nur in einem Land zu investieren. Das gilt auch für das Zinsrisiko. Die Leitzinsen unterliegen ebenfalls einem unvorhersehbaren Risiko, weshalb es sicherer ist, unterschiedliche Laufzeiten zu wählen. Besitzer von Festgeldkonten zum Beispiel können bei mehreren Konten mit verschiedenen Laufzeiten flexibler auf Zinsschwankungen reagieren und somit von besseren Zinsen profitieren.

Marktrisiko

Diese eben genannten Risiken finden sich gesammelt bei den Wertpapieren wieder. Dadurch liegt das höchste Risiko bei Kapitalanlagen im Marktrisiko. Dieser Begriff ist auch unter dem Namen systematisches Risiko bekannt. Es betrifft alle Wertpapiere und bezeichnet z.B. stattliche Eingriffe, Naturereignisse oder Zinsänderungen, die den Preis aller Wertpapiere am Markt beeinflussen. Dagegen ist ein unsystematisches Risiko nur auf ein Unternehmen anzuwenden, das den Aktien ebenfalls inne liegt. Alle Aktien besitzen daher ebenfalls einen individuellen bzw. unsystematischen Risikoanteil. Dies ist der Grund, weshalb Aktien in so unterschiedlichem Maße schwanken können, auch wenn viele Wertpapiere von Länder- und Zinsrisiken bestimmt sind. Dieses Schwankungsverhalten ist ebenfalls unter dem Namen Volatilität bekannt. Daher ist es am Aktienmarkt besonders wichtig, Wertpapiere mit unterschiedlichen Schwankungsverhalten zu kombinieren. Ist eines hoch, aber das andere niedrig, ist es weniger riskant, sein gesamtes Investment zu verlieren.

Branchenrisiko

Ein weiterer Aspekt, der in Bezug auf Risikostreuung nicht außer Acht gelassen werden sollte, bezieht sich auf das Branchenrisiko. Wenn sich ein Anleger zum Beispiel auf die Automobilbranche konzentriert, ist er dem Branchenrisiko komplett ausgeliefert, wenn es zu einem Skandal in der Branche kommt. Wie zum Beispiel der Abgasskandal. VW-Aktionäre erlebten dabei einen zeitweisen Wertverlust ihrer Anteile von über 50 Prozent. Wer hier auch auf andere Branchen gesetzt hatte, konnte von dem Streuverlust profitieren und die Verluste gering halten. liegen dabei immer mehr im Trend, weshalb in diesen Branchen ebenfalls Investitionen sinnvoll sind.

Sicherheit geht vor

Eine Risikostreuung ist eine etwas komplizierte Anlagestrategie. Dafür soll sie allerdings in optimaler Ausführung dafür sorgen, dass Privatanleger niemals Ihre kompletten Einsätze verlieren. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass es zu großen Katastrophen für Investoren kam, die den Fehler begangen haben und keine Risikostreuung vornahmen. Wie zum Beispiel zu Beginn des 21. Jahrhunderts, als der Index des Neuen Marktes auf dem Tiefststand angelangt war. Hier haben viele Anleger ihr gesamtes Kapital verloren. Geldanlagen möglichst breit zu streuen, ist daher lukrativ sowie auf Dauer sicher und rentabel zugleich.

Warum grüne Immobilien das Investment der Zukunft sind

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Grüne Immobilien“ sind der Immobilientrend der Zukunft. Immer mehr Anleger wollen daher in nachhaltige (Gewerbe-)Immobilien investieren. Klimaneutrales Bauen in Kombination mit der Digitalisierung und sozialen Aspekten schafft dabei eine stimmige Mischung, die gute Renditen und ethische Aspekte miteinander verbindet. Hier erfahren Sie, was es mit grünen Bauprojekten auf sich hat.