Die Geldanlage für den Ruhestand

Eine der langfristigen Geldanlagen in der Finanzwelt ist die private Altersvorsorge. Wie sich diese gestaltet, kann gänzlich unterschiedlich ausfallen. Gemeinsam haben jedoch alle Investitionen den Blick auf die Zeit im hohen Alter. Dies liegt vor allem in der Sorge begründet, eine unsichere finanzielle Zukunft vor sich zu haben. Die Aussichten der Rente fallen immer weniger vielversprechend aus, sodass sich jeder Mensch privat absichern sollte.

Im Folgenden erfahren Privatanleger, wie sie zusätzliches Einkommen für die Altersvorsorge generieren können. Schließlich werden die Menschen dank der guten Lebens- und Arbeitsbedingungen sowie moderner Medizin immer älter und fitter. Mit einer finanziellen Absicherung gestaltet sich dieses Leben ab dem Eintritt in den Ruhestand erfüllend und ohne finanzielle Sorgen.

Was ist die private Altersvorsorge?

Die private Altersvorsorge soll eine potenzielle Versorgungslücke im Alter auffüllen, die durch die klassische Rentenversicherung zwangsläufig entstehen wird. Im Gegensatz zu kurzfristigen Geldanlagen ist hierbei nur eine langfristige Planung sinnvoll. Sie gehört dabei zu einer der drei Säulen der Altersvorsorge.

 

Um eine private Altersvorsorge zu gestalten, gibt es mehrere Möglichkeiten:

Außer der Riester-Rente dürfen alle Personen über 18 Jahren eine private Altersvorsorge abschließen. Für die Riester-Rente jedoch müssen Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung gezahlt werden.

 

Weitere mögliche Leistungen bei der privaten Altersvorsorge

Die private Rentenversicherung zum Beispiel ähnelt vom Prinzip zwar einer Lebensversicherung, jedoch ist dabei nicht immer ein Schutz für die Nachkommen vorgesehen. Daher gibt es zusätzlich zu der reinen Kapitalanlage der privaten Vorsorge die Möglichkeit, weitere Komponenten zu bestimmen. Dazu zählen zum Beispiel:

  • Erwerbsunfähigkeitsrente
  • Berufsunfähigkeitsrente
  • Hinterbliebenenschutz bei Todesfall

Als reine Geldanlage empfehlen einige Finanzexperten, auf solche Leistungen zu verzichten, um sich vollständig auf die Kapitalanlage zu konzentrieren. Die Absicherungen sind häufig lukrativer, wenn sie gesondert abgeschlossen werden.

 

Die zwei Phasen der privaten Altersvorsorge

 Bei der privaten Altersvorsorge gibt es unabhängig der verschiedenen Formen immer zwei Phasen:

In der Ansparphase erfolgen die Einzahlungen. Sollte der Versicherungsnehmer einmal Herausforderungen mit den Beiträgen haben, gibt es häufig die Möglichkeit, diese Beiträge zu pausieren.

In der zweiten Phase beginnen normalerweise die Auszahlungen der Verträge. Daher ist dieser Zeitraum auch als Auszahlungsphase bekannt.

 

Steuerliche Regelungen

In der Ansparphase ist das Guthaben der privaten Altersvorsorge normalerweise nicht steuerpflichtig.

Allerdings gelten Abgaben während der Rentenphase auf die Kranken- sowie Pflegeversicherung. Doch da die Steuersätze im Alter häufig geringer sind als während der Ansparphase, erhalten Sparer eine Steuerersparnis im direkten Vergleich. Dies gilt vor allem für die private Rentenversicherung, welche in der Steuer ansonsten keine Freibeträge oder Ähnliches bietet.

Bei der Rürup-Rente gibt es darüber hinaus Freibeträge während der Ansparphase, die steuermindernd berücksichtigt werden. Auch bei der Riester-Rente sind bestimmte Beiträge als Sonderausgaben in der Steuererklärung absetzbar.

 

Fondsgebundene oder klassische Altersvorsorge?

Bei all diesen Leistungen gibt es immer die Möglichkeit, sich für eine klassische oder für eine fondsgebundene Variante zu entscheiden. Bei der einen Form wissen die Bezieher sicher, wie viel Geld sie am Ende ausgezahlt bekommen, wobei bei der anderen die Ergebnisse vom Aktienmarkt abhängig und daher nicht garantiert sind.

Fondsgebunden

Bei fondsgebundenen Alternativen handelt es sich um Sparpläne mit Fonds. Die Versicherer investieren dabei in Aktienfonds bzw. ETFs, um die bestmögliche Rendite für den Kunden zu erwirtschaften. Da die Erträge vom Aktienkurs abhängen, gibt es keine garantierte Summe. Sie ist damit deutlich risikoreicher.

Klassisch

Eine klassische private Altersvorsorge hingegen spekuliert nicht mit dem eingesetzten Kapital, sondern gibt die fest vereinbarte Rentenhöhe in der Auszahlungsphase an. Bei Niedrigzinsen jedoch fallen die Gewinne relativ niedrig aus. Hier liefern nur die steuerlichen Vorteile während der Auszahlungsphase Gewinne sowie die vereinbarten (aber niedrigen) Zinsen.

 

Als dritte Variante können sich Sparer auch für eine Mischform entscheiden. Hierbei werden beide Alternativen verbunden, sodass ein Teil sicher angelegt wird, wohingegen der andere an der Börse investiert wird. Allerdings ist selbst hier keine exakte Rentenhöhe im Vorfeld nennbar.

Dies ist besonders bei einer privaten Rentenversicherung sinnvoll, da dadurch ein bestimmter Betrag unabhängig vom Aktienmarkt sicher ist.

Fondsgebundene Verträge

  • Keine Garantie auf eine spezielle Rentenhöhe
  • Bessere Chance auf höhere Erträge
  • Geld von Börsenschwankungen abhängig
  • Risikoreich

Klassische Alternativen

  • Garantierte Verzinsung mit fest vereinbarter Auszahlungssumme
  • In Niedrigzinszeiten wenig Rendite
  • Unabhängig von Börsenschwankungen

Für wen ist die private Altersvorsorge geeignet?

Aufgrund der vielen Möglichkeiten handelt es sich bei der privaten Altersvorsorge um ein Finanzprodukt, das für jeden Privatanleger geeignet ist. Sowohl risikobereite als auch sicherheitsorientierte Investoren finden hier ihre Nische. Daher sollte bei allen Anlagestrategien im Vergleich immer eine private Vorsorge herangezogen werden. Allerdings müssen Anleger darauf achten, dass bei dieser Geldanlage immer langfristig investiert werden muss.

Alternativ kann ein Eigenheim ebenfalls ein weiterer Aspekt für die private Altersvorsorge darstellen. Immobilien als Kapitalanlage sind unabhängig der Börse und der Niedrigzinsphase eine zukunftsfähige Investition. Diese kann dann zum Beispiel auch vermietet oder verkauft werden.

 

Häufig gestellte Fragen:

 

Wie kann ich eine private Altersvorsorge kündigen?

Dies kommt auf die entsprechende Leistung an. Außer der Rürup-Rente kann theoretisch jede private Altersvorsorge vorzeitig gekündigt werden. Jedoch rentiert sich dies so gut wie nie. Am besten empfiehlt es sich stattdessen die Einzahlungen zu pausieren.

Was passiert mit meiner privaten Altersvorsorge wenn man vorher stirbt?

Verstirbt der Besitzer der privaten Altersvorsorge, wird das Kapital an die Erben ausgezahlt. Ausnahme bildet hier die Rürup-Rente. Kommt es zum Tod während der Ansparphase, bleibt das bisher eingezahlte Geld beim Versicherer.

Wie viel sollten Anleger in die private Altersvorsorge investieren?

Da das Hauptziel der privaten Altersvorsorge ist, die Rentenlücke zu schließen, richtet sich danach individuell die Höhe der Anlage. Diese ist häufig größer, je mehr Berufsanfänger bereits am Anfang verdienen. Je später die Menschen jedoch anfangen, in die private Altersvorsorge einzuzahlen, desto höher muss der monatliche Beitrag sein, um die potenzielle Rentenlücke schließen zu können.

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