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Bäume

Die Lebensweise der Menschheit führte zu vielen Umweltproblemen. So sind beispielsweise verschmutze Weltmeere das Resultat der Öl-Industrie sowie der Plastik-Herstellung. Anleger umweltbewusster Investments setzen sich dafür ein, dass solche umweltschädlichen Prozesse weniger werden, indem sie stattdessen in grüne Alternativen investieren.

Bei Impact Investing handelt es sich um eine bestimmte Form nachhaltiger Investments. Anleger investieren dabei in Projekte bzw. Unternehmen, die gemäß der ESG-Kriterien nachhaltig sind und dabei unmittelbar entweder der Umwelt oder der Gesellschaft helfen.

Die Ergebnisse dieser Unterstützungen möchten Anleger von Impact Investing in messbaren Zahlen sehen.

Wirkungsorientierte Renditen geben den Investoren einen zusätzlichen Anreiz. Diese Art der Investition ermöglicht es also, gleichzeitig Geld zu verdienen sowie aktiv die Welt besser zu gestalten. Ökologisches Impact Investing bezieht sich dabei gezielt auf die Anlage-Möglichkeiten im umweltbewussten Bereich.

Sind grüne Geldanlagen nachhaltig?

Mit nachhaltigen Produkten oder grünen Unternehmen assoziieren viele Menschen sofort den Begriff des Umweltschutzes. Dabei liegen sie nicht verkehrt, allerdings auch nicht ganz richtig. Denn Nachhaltigkeit besteht aus mehr als einem Aspekt. Dies sollen die ESG-Kriterien deutlich machen:

  • E: Environment > Umwelt
  • S: Social > Gesellschaft
  • G: Government > Wirtschaft

Diese drei Kriterien helfen Anlegern, nachhaltige Investitionen zu identifizieren, wenn sie seriöse Projekte und Unternehmen unterstützen möchten.
Bei grünen Investitionen handelt es sich also um einen Teilaspekt der nachhaltigen Geldanlagen. Daher beschäftigt sich Ökologisches Impact Investing gezielt mit Projekten und Unternehmen, welche die Umwelt schützen.

Ökologische Investments

Wer nun auf dem Markt nach Ökologischem Impact Investing sucht, findet eine Vielzahl an Projekten und Firmen. Dabei gibt es drei große Kategorien, nach deren Leitgedanken solche Betriebe wirtschaften. Wenn sich Anleger an diese Branchen halten, sind sie beim Ökologischen Impact Investing auf der richtigen Seite:

  • Nachhaltige Ressourcen
  • Ökologischer Landbau
  • Nachhaltige Immobilien

Allerdings gilt auch bei solchen Investments die Faustregel, immer gründlich zu recherchieren. Diese Themenfelder sollen nur eine Orientierungshilfe sein, da solche Branchen direkt auf Ökologie ausgelegt sind.

Nachhaltige Ressourcen

Viele Unternehmen stellen beim Thema Umweltschutz das Nutzen nachhaltiger Ressourcen in den Vordergrund.

Das Umdenken in der Energiewirtschaft geschah vor allem im Zuge des Klimawandels, da die Menschheit die natürlichen Ressourcen der Erde lange Zeit rücksichtslos verbrauchte. Dazu zählen:

  • Endliche Rohstoffe wie Kohle und Öl – im Gegensatz dazu sind zum Beispiel Sonne und Wind unendlich
  • Trinkwasser
  • Pflanzen- und Tierwelt

Die Ausnutzung des Ökosystems bringt große Folgen mit sich, was viele Firmen und Visionäre erkannt haben. Die Konzerne agieren dabei ganz unterschiedlich.

Ökologisch investieren können Anleger zum Beispiel in Betriebe, die nachhaltige Stoffe verwenden, entwickeln oder erfinden, um die endlichen Ressourcen einzusparen.

Dazu zählen vor allem erneuerbare Energien. Dabei produzieren solche Projekte und Firmen Strom mithilfe von Wasser- oder Windkraft bzw. Sonnenergie.

Ebenso können Firmen vollständig auf wiederverwertbare Verpackungen setzen, sodass sich der Verbrauch von nicht abbaubaren Materialien stark reduziert. Dazu zählen auch Produkte aus dem Alltag wie eine Zahnbürste oder ein Strohhalm, welche bisher meist aus Plastik bestanden.

Der Mode-Bereich birgt ebenfalls ein großes Teil Potential für Ökologisches Impact Investing. Nachhaltige Textilien wie Bio-Baumwolle verbrauchen bei der Herstellung zum Beispiel weniger Wasser und beim Anbau werden keine Pestizide verwendet. Damit schützen sie gleichzeitig die Tierwelt sowie die Ressource Wasser.

Anleger von Ökologischem Impact Investing erhalten bei solchen Betrieben stets gute messbare Auswertungen. So können die Firmen beispielsweise angeben, wie viel Regenwald durch den Verkauf ihrer Ware geschützt bzw. Plastikmüll vermieden wurde.

Dieser Bereich befindet sich noch immer sehr stark im Wachstum und gehört zu den Branchen, in denen die meisten Privatanleger investieren. Viele nachhaltige Fonds beinhalten daher solche ressourcenschonenden Firmen, weshalb auch die Renditen relativ stabil ausfallen.

Zudem gibt es in diesem Feld sehr viele Start-Ups. In diesen steckt viel Potential, allerdings sind Aktien solcher Unternehmen dennoch etwas riskanter, da der Betrieb noch nicht etabliert ist und die Gewinne etwas unsicherer sind.

Ökologischer Landbau

Neben dem Aspekt der Ressourcen zählt vor allem die Landwirtschaft zu einem der größten nachhaltigen Bereiche. Ökologischer Landbau soll in Deutschland in Zukunft stärker gefördert werden und ist damit besonders zukunftsweisend. Diese spricht sehr für das Anlegen von Ökologischem Impact Investing.

Die Nachfrage beim Konsumenten nach Bio-Lebensmitteln steigt jedes Jahr und zeigt, wie groß das Interesse an solchen Produkten ist.

Um in Deutschland das Bio-Siegel tragen zu dürfen, muss der Betrieb folgende Punkte erfüllen:

  • Schonung von natürlichen Ressourcen
  • Tiergerechte Haltung
  • Verzicht von mineralischem Düngemittel sowie chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittel
  • Begrenzung der Tier-Anzahl nach Fläche
  • Möglichst geschlossene Nährstoffkreisläufe

2017 veröffentlichte das BMEL (Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft) die „Zukunftsstrategie Ökologischer Landbau (ZöL). Darin steht, dass in Deutschland bis 2030 der Anteil der ökologisch bewirtschafteten Flächen 20 Prozent betragen soll.

Die Zahlen steigen langsam, aber kontinuierlich an. Lagen sie 2015 noch bei 6,5 Prozent, haben sie 2020 fast die zehn Prozentmarke geknackt.

Anleger von Ökologischem Impact Investing können dieses Wachstum aktiv mitgestalten, da Ihr Geld unmittelbar wirkt. Ihre Ergebnisse können Investoren bei solchen Geldanlagen anhand der Verkaufszahlen sehr gut nachvollziehen. Zudem gibt es spezielle Fonds und Banken, die explizit in den Bio-Anbau investieren.

Nachhaltige Immobilien

Die Entwicklung von grünen Immobilien hat sich der Nachhaltigkeit verpflichtet, weshalb sie klimaneutral sind sowie für Ökologisches Impact Investing geeignet. Dabei gibt es vielerlei verschiedene Beispiele für eine nachhaltige Bauweise:

Die Baumaterialien können beispielsweise recycelbar sein oder enthalten keine giftigen Stoffe. Auch feuchtigkeits- und wärmeregulierende Funktionen sind ein Teil nachhaltiger Materialien.

Es gibt zudem verschiedene Arten der Energienutzung. So können die Heiz-Systeme auf ressourcenschonenden Entwicklungen wie auf einer Geothermie basieren. Auch die Stromgewinnung kann umweltfreundlich sein, wenn sie auf Basis von Solarenergie ausgelegt ist. Dasselbe gilt für die Einsparungsmöglichkeiten bei der Wassernutzung. Spezielle Anlagen fangen Regenwasser auf, damit die Bewohner es im Alltag verwenden können, wie beim Händewaschen oder für die Klospülung.

Daneben ist bei nachhaltigen Immobilien auch das vollständige Ausnutzen des Raums ökologisch. So entstehen zusätzliche Grünflächen auf dem Dach, welche gleichzeitig vielen Insekten einen neuen Lebensraum schenken.

Privatanleger können hier sowohl in den Bau als auch in den laufenden Betrieb nachhaltiger Immobilien investieren. Das gelingt zum Beispiel anhand spezieller Immobilien-Fonds, die nach gezielten Kriterien bereits die Auswahl der Projekte übernehmen. Wer selber genau bestimmen möchte, in was er investiert, sollte sich Gedanken darüber machen Crowdinvesting in Immobilien zu tätigen. Dabei können Interessierte sich jedes Projekt einzeln auswählen.

Hohe Nachfrage optimiert die Zukunftschancen

Wie die Verbraucher-Umfrage zeigt, setzen in Deutschland viele Käufer auf Produkte, die nachhaltig produziert werden und den Umweltschutz unterstützen. Selbst die Politik setzt auf Umweltbewusstsein und fördert bestimmte Verfahren. Das führt nicht nur dazu, dass das Image von nachhaltigen Unternehmen sehr hoch ist, sondern verspricht zudem gute Gewinne.

Die Renditemöglichkeiten fallen bei Ökologischem Impact Investing beinahe genauso hoch aus wie bei gleichwertigen Geldanlagen.

Umweltschutz ist daher mehr als nur ein Trend und bleibt nicht nur in naher Zukunft ein großes Thema, in das sich zu investieren lohnt.