Teil der ökologischen Bewegung: Nachhaltige ETF-Fonds

Dass Nachhaltigkeit ein wichtiges Thema ist, steht außer Frage. Aufgrund des Bevölkerungswachstums sowie dem notwendigen Umweltschutz setzt nicht nur die deutsche Politik, sondern auch die globale Wirtschaft auf Beschlüsse, die Nachhaltigkeit zu fördern. Aus diesem Grund entstehen immer mehr? Unternehmensfelder in diesem Bereich. Auch traditionelle Firmen befinden sich im Wandel und wollen etwas bewegen, weshalb es immer leichter wird, in nachhaltig orientierte Betriebe zu investieren.

Doch welche Form ist dafür am besten geeignet? Unter den vielen Anlageklassen gelten Indexaktien als solide Grundbausteine vieler Anlagestrategien. Deshalb sollte sich jeder Privatanleger darüber informieren, wie sich Nachhaltigkeit auf diese Geldanlage auswirkt. Wie kann man nachhaltig in einen ETF investieren, handelt es sich hierbei doch um passiv geführte Fonds vieler verschiedener Unternehmen? Dieser Frage gehen wir im folgenden Beitrag näher auf den Grund.

Was sind grüne ETFs?

Wer nachhaltig investieren möchte, hat verschiedene Möglichkeiten: ETFs, Fonds, Aktien, Immobilien, Crowdinvesting usw. Das Angebot steigt immer weiter, da Investitionsmöglichkeiten mit der bewussten Ausrichtung auf ethische sowie umweltfördernde Innovationen auf der ganzen Welt beliebter werden.

Exchange Traded Funds, kurz ETFs, bilden stets einen bestimmten Index ab. Dabei handelt es sich um mehrere Wertpapiere, die an der Börse gehandelt werden. Im Gegensatz zu Aktienfonds managt niemand diese Wertpapiere aktiv, wodurch extra Gebühren wegfallen. Zudem kann man bei einer langfristigen Betrachtung am Börsenmarkt erkennen, dass diese börsengehandelten Indexfonds im Durchschnitt bessere Renditen erzielen als privat geführte Aktien. Die bekanntesten Indizes sind zum Beispiel:

  • DAX
  • Dow Jones
  • MSCI World

Im Grunde genommen handelt es sich bei nachhaltigen ETFs also um bestimmte grüne Fonds, die einige Kriterien erfüllen müssen.

Beispiele nachhaltiger ETFs

Es gibt mittlerweile eine Vielzahl an grünen ETFs weltweit, die innerhalb weniger Jahre eine beachtliche Wertentwicklung hingelegt haben. ETFs sind in diesem Fall häufig regional begrenzt, sodass es nachhaltige Fonds in Europa, den USA oder Asien gibt. Für globale sowie europäische Indizes haben wir zwei Beispiele herausgesucht, in die jeder Privatanleger investieren kann:

Weitere Auswahl durch ESG-Kriterien

Bei der Suche nach einer klimafreundlichen Geldanlage kann man zusätzlich die ESG-Attribute von Unternehmen prüfen. Unter Berücksichtigung der ESG-Kriterien in Bezug auf ökologische Investments spielt der Umweltfaktor die wichtigste Rolle.

Danach müssen sich nachhaltige Indexfonds richten

Aufgrund der steigenden Anzahl an umweltbewussten und sozial engagierten Unternehmen können Privatanleger schnell einmal den Überblick verlieren. Wie stellt man sicher, dass die ausgewählten ETFs auch wirklich nachhaltig sind? Dafür gibt es global einige wichtige Kennzahlen, an denen sich sowohl Anleger als auch Börsenmanager orientieren können, die nachhaltige Geldanlagen anstreben. Die drei bekanntesten Werte liefern:

Privatanleger investieren daher nur in nachhaltige ETFs, die mindestens einem der drei Richtwerte entsprechen. Dies erkennen Sie häufig bereits am Namen des Index. So gibt es zum Beispiel neben dem MSCI World den ETF in nachhaltig, der beispielsweise den Nachsatz „ESG“ beinhaltet.

Jedoch entstehen ETFs auch anhand weiterer Kriterien wie dem Ausschlussverfahren. Somit sollten keine Aktien beteiligt sein, deren Firma:

Warum gerade in nachhaltige ETFs investieren?

Mehrere Anlagestrategien im Vergleich zeigen, dass ETFs ein wichtiger Baustein privater Investitionen sein können. In Verbindung mit dem Aspekt der Nachhaltigkeit verstärken sich die Prognosen sogar deutlich:

  1. Laut mehrerer Studien verhielten sich die Rendite-Aussichten in der Vergangenheit ähnlich hoch wie bei vergleichbaren Index-Fonds. Am besten sehen kann man das dies, wenn man den MSCI World mit dem nachhaltigen Indexfonds MSCI World Socially Responsible vergleicht, deren Verlauf beinahe identisch war.
  2. In der Kritik stehende Firmen aufgrund wenig ökologischer Unternehmensführung führen häufig zu sinkenden Erträgen. Solche Problemfälle gibt es nicht, wenn Sie nachhaltig in ETFs investieren, da solche Firmen ausgeschlossen sind.
  3. Die politischen Beschlüsse weltweit führen nicht nur dazu, dass bestimmte nachhaltige Konzepte staatlich gefördert werden, sondern auch in der Gesellschaft der Bedarf nach sozialen Unternehmen sowie umweltbewusster Produkte steigt.
  4. Selbst in schwierigen Zeiten, in denen andere Indizien fielen, blieben nachhaltige ETF-Fonds vergleichsweise konstant.
  5. Die Prognose, dass solche Investitionen in Zukunft damit weniger schwanken bzw. steigen, besteht da:
    • Schonender Einsatz von (erneuerbaren) Ressourcen Kosten spart
    • Mit einem bewussten Vorhandensein verschiedener Nationen/Geschlechtern/Schichten im Betrieb mehr erfolgversprechende Ideen entstehen
    • Werteorientierte Unternehmensführung die Lage für Arbeitnehmer bessert und Arbeitskräfte in den Firmen für lange Zeit bleiben.

Was sind die Nachteile grüner ETFs?

So viele Vorteile das Investieren in nachhaltige ETFs auch bringt, sind diese Investments nicht ohne Schwachstellen. Keine Anlageform ist perfekt. Der wichtigste Grund, der gegen nachhaltige ETFs spricht, ist, dass nicht alle beinhalteten Wertpapiere tatsächlich ethisch oder ökologisch sind. Das liegt an zwei entscheidenden Faktoren:

  • Best-in-Class
  • hohe Toleranzgrenzen

Eigentlich soll das sogenannte Best-in-Class-System dafür sorgen, dass die besten nachhaltigen Unternehmen in den ETFs mit einbezogen werden. Jedoch ist dieses Modell noch nicht vollständig ausgereift, sodass Firmen, welche zwar ökologisch und sozial in ihrer eigenen Branche gut abschneiden, dennoch kontroverse Praktiken ausführen können. Beispielsweise zeigt sich dies bei großen Firmen, die mehrere Lieferanten haben, deren Arbeitsverhältnisse katastrophal und alles andere als ethisch korrekt sind.

Nachhaltige alternative Geldanlagen zu ETFs

Da Anleger in ein großes Feld festgelegter Aktien investieren, müssen sie sich bei nachhaltigen ETF-Fonds darauf verlassen, dass die Kriterien ihren eigenen Ansprüchen genügen.
Wer gerne mehr Mitspracherecht einfordert, der sollte stärker an Crowdinvesting denken. Auch hier gibt es mittlerweile viele nachhaltige Konzepte – von erfolgversprechenden Start-Ups mit innovativen Ideen bis zum Crowdinvesting in Immobilien. Das Besondere hierbei ist, dass Sie gezielt das Unternehmen mit Ihrer Geldanlage unterstützen, welches Sie sich selbst herausgesucht haben.

Dabei können Sie von ebenfalls stabilen Renditen profitieren, die Umwelt aktiv mit verbessern oder ethische Firmen unterstützen. Vor allem die Siegel für grüne Immobilien sind bereits weiterentwickelt als die ESG-Kriterien. So können selbst Anleger mit wenig Hintergrundwissen anhand der verschiedenen Standards einfach nachhaltige Immobilien finden und in diese mit gutem Gewinnen investieren.

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