Von den Reichen lernt man das Sparen. In diesem alten Sprichwort steckt ein Körnchen Wahrheit. Vermögende Menschen verdanken ihre Milliarden zwar häufig dem Aufbau von Unternehmen, doch das Ranking in den Top Ten der reichsten Menschen der Welt halten diese nicht zuletzt aufgrund geschickter Investitionen. Daneben gibt es auch viele Millionäre, die es ohne besonderen Erfindungsgeist oder neuen Innovationen geschafft haben.

Den Reichtum häuften solche Menschen auf der Basis von Geschick an der Börse, klugen Immobilieninvestitionen und anderen ertragsreichen Anlagen an. Dabei bedienen sich die Reichen einer bekannten Taktik: Der Multi-Asset-Strategie. Davon können ebenfalls Privatanleger profitieren, denen kleineres Kapital zur Verfügung steht. Im Folgenden erklären wir die Vorgehensweise etwas genauer, sodass auch Kleinanleger diese Strategie vorteilhaft für sich nutzen können.

Multi-Asset-Strategie: Definition

Im Grunde verfolgen Investoren bei einer erfolgreichen Multi-Asset-Strategie einen großen Ertrag durch eine breite Streuung des Kapitals. Dabei sind die Investitionen nicht kurzfristig, sondern mittel- bis langfristig angesetzt. Im Gegensatz zu einer reinen Risikostreuung bzw. Diversifikation liegt nicht das Minimieren des Risikos im Vordergrund, sondern die Chance auf eine hohe Rendite. Allerdings investieren Anleger auch bei dieser Strategie in mehrere Anlageklassen, die das eigene Portfolio bilden. Daher ist diese Form der Investition eigentlich für alle interessant, die ihr Geld nicht nur kurzfristig investieren möchten.

 

Wie funktioniert eine Multi-Asset-Strategie?

Obwohl Geldwerte wie Bankeinlagen gerade in Niedrigzinszeiten kaum Erträge bringen, sollten sie die Basis bei einer Multi-Asset-Strategie ausmachen. Dort ist das eigene Kapital sicher und liquide, also schnell erreichbar. Zusätzlich steht die breite Streuung innerhalb des Portfolios im Vordergrund. Dabei zahlt es sich aus, in mindestens drei verschiedene Anlageklassen zu investieren und auf eine sinnvolle Gewichtung zu achten.

Unter die Anlageklasse der Wertpapiere fallen sowohl Fonds und Aktien als auch Anleihen. Bei der Multi-Asset-Strategie investieren Anleger daher nicht nur in eine Ebene, sondern immer in mehrere Felder innerhalb einer Anlageklasse.

Ebenfalls empfiehlt es sich innerhalb des Portfolios nach Branchen und geografischen Märkten zu unterteilen. Dies kann dann wie folgt aussehen:

Ein schematisches Beispiel verdeutlicht diese Diversifikation für eine Anlageklasse:

Diese Aufteilung erfolgt nun für jede einzelne Geldanlage. Dadurch erreichen Investoren eine sehr breite Streuung, weshalb die Renditechancen relativ hoch liegen.

Was ist wichtig bei der Multi-Asset-Strategie?

Allerdings sollten Anleger auf die Wechselwirkung ihrer Anlagen achten. Das bedeutet, dass die Investitionen möglichst wenig miteinander korrelieren. Also wenn eine Aktie beispielsweise sinkt, sollten Investoren keine Fonds aus dem gleichen Bereich haben, die auf äußere Umstände identisch reagieren. Die Wertentwicklung der einzelnen Anlageklassen sollte sich immer unterschiedlich entwickeln. Beispielsweise besitzt ein Anleger eine Aktie eines Technologie-Betriebs. Wenn aufgrund eines Umweltskandals bestimmte elektronische Hardware von der Gesellschaft boykottiert wird, fallen diese Aktien als Folge. Da der Investor allerdings weitere Anlagen in seinem Portfolio hat, besitzt er zum Beispiel auch Investitionen in grüne Immobilien. Da solche Projekte ökologisch sind, spüren solche Anlagen keine negativen Auswirkungen auf den Umweltskandal.

Warum sind die Renditen vergleichsweise profitabel?

Obwohl viele Anleger erfolgreich mit der Multi-Asset-Strategie sind, gibt es niemals Garantien oder ein geheimes Erfolgsrezept. Die Menge an Eigenkapital sowie die unterschiedliche Risikobereitschaft spielen eine entscheidende Rolle. Die großen Gewinnchancen demonstrieren allerdings deutlich die Millionäre auf dem Anlagemarkt. Bei niedrigerem Kapital gelingt es Kleinanleger selbstverständlich nicht, die gleichen Gewinne zu erzielen. Dennoch sorgt eine große Streuung für höhere Chancen auf hohe Erträge. Dies liegt daran, dass die Multi-Asset-Strategie sogar risikoscheuen Anlegern die Möglichkeit eröffnet, in verschiedene Anlageklassen zu investieren, vor denen sie bisher eventuell zurückgeschreckt sind. Sichere Anlagen federn einen Totalverlust riskanterer Klassen dementsprechend ab, sodass kein Investor sein gesamtes Vermögen verliert.

Riskantere Investitionen erhöhen die Chance auf hohe Gewinne

Als weniger sicher gelten bei Privatanlegern beispielsweise Aktien oder auch Private Equity. Das eine ist ein klassisches Wertpapier, das andere eine alternative Anlageform. Bei Private Equity handelt es sich um außerbörsliches Eigenkapital, das Investoren wie bei einem Privatkredit Unternehmen leihen. Wie bei börsennotierten Wertpapieren, also Aktien, bringen auch hier höhere Risiken eine bessere Chance auf erfolgreiche Rendite – besonders wenn die Firmen relativ jung sind. Selbst wenn hohe Gewinne erfolgen, kann kein Finanzexperte bei solchen Investitionen vorhersagen, wie hoch die Rendite ist bzw. wann Ausschüttungen erfolgen. Obwohl solche Anlagen sehr spekulativ sind, können Investoren in der Multi-Asset-Strategie mit einer cleveren Gewichtung des Eigenkapitals eine gute Diversifikation erreichen und etwas riskieren.

Investieren für Privatanleger

Große Firmen bzw. reiche Privatleute können sich auf Fachpersonal verlassen, welches sie beim Investieren unterstützt. Für viele Privatanleger ist dies zu kostspielig. Doch es gibt auch für diese Alternativen, mit deren Hilfe sie eine gute Multi-Asset-Strategie bilden können.

Multi-Asset-Indizes

Hierbei handelt es sich um eine Art ETFs, bei denen Finanzexperten einen Index nachbilden. Exchange Traded Funds beziehen sich nur auf Wertpapiere, wohingegen die Multi-Asset-Indizes mehrere Anlageklassen einschließen. Dazu zählen zum Beispiel Rohstoffe oder alternative Anlageklassen. Solche Investments sollen privaten Investoren mehr Sicherheit geben. Die Streuung ist schon vorgegeben und das Risiko relativ gering. Es gibt zum Beispiel bei Versicherungen die sogenannte Multi-Asset-Strategie IP. IP steht hier für Index Protect. Den Namen nach versprechen die Anbieter den Privatanlegern damit eine Sicherheit durch die Nachbildung eines Index.

Multi-Asset-Fonds

Ähnlich zu Mischfonds besteht auch hier ein bereits vorgefertigtes Portfolio. Dieses berücksichtigt verschiedene Anlageklassen und schafft eine gute Balance zwischen risikoreichen bzw. -armen Anlagen. Anleger müssen sich keine großen Gedanken machen, wie sie ihr Geld investieren möchten, da die Fonds bereits fertig erstellt sind. Dabei können Interessierte zwischen eher konservativeren oder progressiveren Fonds wählen. Im Unterschied zu Mischfonds ist die Auswahl der Anlageklassen deutlich umfangreicher, weshalb die Chance auf hohe Gewinne größer ist.

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