Jede gute Anlagestrategie enthält kurzfristige Geldanlagen. Denn ein Portfolio besteht aus mehreren Anlageklassen mit unterschiedlichen Eigenschaften wie gemischten Risikogruppen, Volatilitäten sowie verschiedenen Laufzeiten. Obwohl Privatanleger im Idealfall langfristig investieren sollten, bilden kurzfristige Geldanlangen daher einen wichtigen Teil.

Das hängt vor allem damit zusammen, dass Privatanleger einen Notgroschen haben sollten, auf den sie im Notfall zugreifen können. Doch kurzfristige Geldanlagen sind auch sinnvoll, wenn zeitnah Ausgaben anstehen, die eine größere Menge Kapital beanspruchen.

Welche weiteren Vorteile in dieser Anlageform liegen und wann Geldanlagen als kurzfristig gelten, beantworten wir im Folgenden.

Was bedeutet kurzfristig in diesem Fall?

Ungenaue Längenangaben interpretiert jeder Mensch unterschiedlich. Ein kurzfristiger Zeitraum ist vom Kontext und der Person abhängig. Deshalb hat auch eine kurzfristige Geldanlage keine feste Definition. Die einen sprechen von solchen Anlagemöglichkeiten, wenn deren Laufzeit unter einem Jahr liegen. Wieder andere setzen mit dem Begriff drei Jahre gleich. Die größte Ausdehnung von „kurzfristig“ liegt in der Investitionswelt sogar bei fünf Jahren.

Um allen drei Meinungen gerecht zu werden, stellen wir die kurzfristigen Geldanlagen vor, deren Zeitraum zwischen einem und fünf Jahren liegt.

Ziele von kurzfristigen Geldanlagen

Bevor wir zu den verschiedenen Möglichkeiten kommen, zeigen wir zuerst den Sinn von kurzfristigen Geldanlagen auf.
Wer kurzfristig Geld anlegen möchte, sollte nicht versuchen, besonders hohe Renditen zu erhalten. Ein kontinuierlicher Vermögensaufbau ist nur mit einer langfristigen Strategie sinnvoll. Stattdessen verfolgen Privatanleger andere Pläne:

  • Zum Erhalt: Anlagestrategien beinhalten sowohl langfristige als auch kurzfristige Anlagemöglichkeiten. Dabei dienen kurzfristige Geldanlagen als sicheres Kissen, wenn deren Liquidität und Sicherheit besonders hoch Ein Totalverlust ist damit unwahrscheinlich.
  • Zum Parken: Befinden sich die Wertpapiere in einem Abwärtstrend, parken Investoren gerne das angelegte Geld für einen kurzen Zeitraum in andere Investitionen. So können sie schnell reagieren und haben direkt Kapital zur Verfügung, wenn der Markt sich wieder stabilisiert.
  • Für den Notfall: Privatanleger sorgen mit liquiden Geldmitteln für unvorhergesehene Engpässe oder Katastrophen Das kann eine plötzliche Arbeitslosigkeit sein sowie ein wertvoller Gegenstand, der kaputt geht und teure Reparaturen zur Folge hat.

Welche kurzfristigen Geldanlagen gibt es?

Die folgenden Kapitalanlagen sind hauptsächlich in ihrer kurzen Laufzeit gleich. Denn nicht alle kurzfristigen Geldanlagen sind automatisch sicher. Die Renditen, Zinsen und Risiken unterscheiden sich trotz der gemeinsamen Laufzeiten stark. Auch die Anbieter haben häufig wenig Gemeinsamkeiten. Investieren können Anleger sowohl bei einer Bank, bei der Börse als auch bei Privatpersonen.

Die bekanntesten Investitionsmöglichkeiten für kurzfristige Geldanlagen sind:

Was sind die Vor- und Nachteile der einzelnen Anlageformen?

  • Bei einem Festgeldkonto verhält es sich ähnlich wie beim . Beide Formen sind sicher, bieten dafür allerdings wenig Rendite für einen kurzen Zeitraum. Das Tagesgeldkonto können Inhaber ohne Vorlauf jederzeit kündigen. Ein Sparbuch hat bei einem bestimmten Betrag zwar ebenfalls keine Kündigungsfrist, jedoch in Niedrigzinszeiten so geringe Zinsen wie keine andere Geldanlage.
  • verhält sich dazu konträr. Durch die bewusst kurzfristige Haltung der Aktien entstehen besonders hohe Risiken mit der Möglichkeit auf große Gewinne.
  • Dagegen steht beim weder eine Bank noch die Börse im Hintergrund. Privatanleger unterstützen hierbei andere Privatleute mit einem eigenständigen Kredit. Je nach Vereinbarungen sind die Laufzeiten kurz und die Einsätze gering. Dennoch bringen sie stabile Erträge.
  • Die vierte Alternative ist , deren Investition direkt mit dem Erfolg des Immobilienprojekts zusammenhängt. Für die kurze Laufzeit sind die Zinsen relativ hoch.

Welche kurzfristige Geldanlage passt zu mir?

Da Geldanlagen mit einer kurzen Laufzeit in jedes Portfolio gehören, sind diese essenzielle Bestandteile für Privatanleger. Welche der verschiedenen Formen besonders sinnvoll sind, können wir pauschal nicht beantworten. Das hängt mit der jeweiligen Anlagestrategie zusammen. Je nach Risikobereitschaft und Zielen sind bestimmte Anlageklassen geeigneter.

Privatanleger sollten immer mehrere Aspekte gegeneinander abwägen. Für eine optimale Risikostreuung teilen diese ihr Kapital stets in verschiedene Anlagen mit Blick auf das magische Dreieck auf:

Als Basis für Sicherheit und Liquidität setzen Investoren stets auf ein Fest- oder Tagesgeldkonto. Auf dieses Fundament baut man seine anderen Anlagen weiter auf. Um die drei Bausteine optimal zu verbinden, gehören sowohl kurzfristige als auch langfristige Geldanlagen mit unterschiedlichen Risiken sowie Renditechancen dazu.