Junge Anleger setzen verstärkt auf ethische Geldanlagen

 Das Geschäft mit nachhaltigen Geldanlagen boomt. Nicht nur institutionelle Investoren, auch immer mehr private Anleger verknüpfen ihren Vermögensaufbau mit sozialen, ethischen und ökologischen Themen. Wie der aktuelle Marktbericht 2019 des Forums Nachhaltige Geldanlagen (FNG) zeigt, stieg das Volumen nachhaltiger Investments im deutschsprachigen Raum allein im letzten Jahr um fast 50 Prozent auf 474 Milliarden Euro. Nachhaltiges Sparen und ethische Geldanlagen liegen dabei vor allem bei jungen Anlegern voll im Trend. Warum gerade die junge Generation zunehmend auf ethische Geldanlagen setzt und welche Renditechancen und -risiken mit nachhaltigen Investments verbunden sind, haben wir in unserem aktuellen Beitrag zusammengefasst.

Private Anleger mit zunehmendem Interesse an nachhaltigen Investments

Wie sehr nachhaltige Investments im Trend liegen, verdeutlicht eine aktuelle Umfrage des Bundesverbandes Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB). Demnach erwarten neun von zehn Banken und Finanzdienstleister, dass nachhaltige Geldanlagen in naher Zukunft rasant an Bedeutung gewinnen werden. Ein Treiber der Entwicklung sind Privatkunden, die sich immer häufiger mit dem Thema ethisches Investment beschäftigen. Laut einer repräsentativen Studie der Unternehmensberatung Cofinpro wünschen sich 87 Prozent der Befragten ein staatliches Gütesiegel für nachhaltige Geldanlagen. Mit einem solchen Label sollen Anlageformen gekennzeichnet werden, die sich nach klar definierten ökologischen, sozialen und ethischen Kriterien richten.

Warum junge Sparer nachhaltig Geld anlegen wollen

Nachhaltiges Sparen mit ethischen Investments ist vor allem bei jungen Anlegern ein wichtiges Thema. So kommt eine Erhebung der Direktbank DAB BNP Paribas zu dem Ergebnis, dass junge Menschen ihre Geldanlage verstärkt mitgestalten wollen. 70 Prozent der Umfrageteilnehmer äußerten den Wunsch, beim Ausarbeiten der Anlagestrategie mitreden zu können. Hinzu kommt, dass der Nachhaltigkeitsgedanke in der jungen Generation viel stärker verankert ist. Dem allgemeinen Lifestyle entsprechend, liegen nachhaltige Anlagemöglichkeiten bei der Zielgruppe voll im Trend. Die Frage, was mit dem Geld passiert und was genau es bewirkt, ist demnach besonders für junge Anleger relevant. Neben den finanziellen Kriterien rücken so Umwelt- und Sozialaspekte zunehmend in den Fokus.

Was genau kennzeichnet eine nachhaltige Geldanlage?

Wie genau nachhaltig sparen funktioniert und was eine ethische Geldanlage ausmacht, darüber gehen die Vorstellungen allerdings weit auseinander. Wie eine Online-Umfrage der BaFin aus dem Dezember 2018 zeigt, halten beispielsweise 29 Prozent der Befragten ein Festgeldkonto bei einer Bank, die nicht mit Nahrungsmitteln spekuliert, für eine nachhaltige Geldanlage. Das Problem: Bislang existieren keine einheitlichen Maßstäbe dafür, wie der Nachhaltigkeitsbegriff auf Finanzprodukte angewandt werden soll. In der Praxis folgt beispielsweise die Gestaltung von Fonds keinen allgemein verbindlichen Regeln, an denen sich Verbraucher orientieren können. Entsprechend allgemein fällt die Definition nachhaltiger Geldanlagen aus.

Dem Ansatz der BaFin folgend, werden klassische Geldanlagen nach den ökonomischen Kriterien Rentabilität, Liquidität und Risiko bewertet. Ein ethisches Investment beachtet hingegen noch zusätzliche Aspekte, wie Umwelt, Soziales und gute Unternehmensführung. Wollen Sie als Anleger also nachhaltig sparen, spielen die sogenannten ESG-Kriterien (Environmental, Social und Governance) eine entscheidende Rolle. Wie nachhaltig eine Geldanlage tatsächlich ist, richtet sich vor allem danach, ob ein Anbieter die verschiedenen Kriterien bei seinem Anlageprodukt berücksichtigt und in welcher Form er sie anwendet.

Renditechancen und -risiken: Wie gut funktioniert nachhaltiges Sparen?

Über viele Jahre fristeten ethische Geldanlagen ein Nischendasein. Noch heute hält sich das weitverbreitete Vorurteil, dass Nachhaltigkeit zulasten der Rendite gehe – eine Fehleinschätzung, wie beispielsweise der von den Börsen Hamburg und Hannover entwickelte Global Challenges Index (GCX) zeigt. Bei diesem Index handelt es sich um ein konzentriertes Portfolio aus 50 renditestarken Aktien unter Berücksichtigung der ESG-Kriterien. Wie gut die langfristige Performance des GCX ist, macht der Vergleich mit dem DAX und dem MSCI World zwischen Mitte 2007 und Mitte 2019 deutlich:

•    DAX: 49 Prozent Steigerung
•    MSCI World: 108 Prozent Steigerung
•    GCX: 174 Prozent

Gerade für junge Anleger mit einem längerfristigen Anlagehorizont ergeben sich durch ökologisch und sozial verträgliche Investments in breit gestreute Aktienpakete, Fonds oder nachhaltige Exchange-Traded Funds (ETFs) hervorragende Renditechancen bei überschaubaren Risiken. Insbesondere nachhaltige ETFs, wie der MSCI World Socially Responsible (SRI), bieten durch ihre kostengünstige Struktur und ihre breite Risikostreuung einen guten Einstieg in den Aktienmarkt.

Hinzu kommt die sogenannte „doppelte Dividende“ des nachhaltigen Sparens, die sich – zusätzlich zur finanziellen Rendite – aus dem ökologischen und sozialen Mehrwert der Anlage ergibt. Ein solides ethisches Investment ergänzt also das magische Dreieck der Vermögensanlage (Rentabilität, Sicherheit und Liquidität) um die Dimension der Nachhaltigkeit, ohne die Rendite-Erwartungen zu schmälern.

Nachhaltig sparen – Geldanlagen im Immobilienbereich im Kommen

Neben nachhaltigen Geldanlagen in renditestarke Aktien und Fonds können Anleger vom anhaltenden Immobilienboom profitieren. Niedrige Bauzinsen, eine anhaltend gute Konjunktur und hohe Beschäftigungszahlen haben dem Immobilienmarkt in den letzten Jahren zu immer neuen Höhen verholfen. Ein Ende des Aufwärtstrends ist, auch angesichts der jüngsten Zinsschritte der EZB, die für Verbraucher zu noch besseren Konditionen bei der Kreditvergabe führen wird, nicht in Sicht.

Dabei gehört das Thema Nachhaltigkeit auch in der Immobilienbranche zu den großen Trends. Immer mehr Bauprojekte, die hohe ökologische Standards erfüllen, bieten heute zahlreiche attraktive Anlagemöglichkeiten für nachhaltiges Sparen. Praktische Alternativen zum Erwerb und zur Vermietung einer Immobilie, die mit einem sehr hohen und langfristigen Investment verbunden ist, stellen Investitionen in nachhaltige Immobilienfonds und Kapitalanlagen für ökologische Bauprojekte dar. Speziell die Kapitalanlagen in innovative Projekte bieten jungen Anlegern ein spannendes Gesamtpaket:

  • höhere Rendite gegenüber festverzinslichen Spareinlagen
  • überschaubare Anlagezeiträume
  • Beteiligung bereits mit kleinen Mindestanlagesummen möglich

Sie möchten nachhaltig sparen? Mit SKAPA ermöglichen wir Ihnen attraktive Beteiligungen an renditestarken und nachhaltigen Immobilienprojekten mit kurzen Laufzeiten. Eine Anleihe kann auf unserer Finanzplattform bereits ab einer Einstiegssumme von 1.000 Euro direkt online gezeichnet werden.

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