Investition in die Landwirtschaft: wachsende Bevölkerung – steigender Bedarf

Jede Investition in nachhaltige Projekte und Firmen bringt auf lange Sicht Gewinne. Unabhängig von der Höhe der Rendite profitieren Anleger bei diesen Geldanlagen immer von einer besseren sowie gesünderen Welt. Besonders das Thema Umweltschutz ist ein wichtiger Bestandteil nachhaltiger Geldanlagen.

Die Politik strebt seit einigen Jahren an, den ökologischen Fußabdruck jeder Person zu verringern.

Denn durch die immer weiterwachsende Bevölkerung werden die Ressourcen auf dem Planeten ansonsten immer knapper. Leben derzeit bereits ca. 7,7 Milliarden Menschen auf der Erde sollen es 2050 über zwei Milliarden mehr sein. Damit unser Planet diese Anzahl weiter ernähren kann, bedarf es einer zukunftsfähigen Landwirtschaft, die uns tagtäglich mit Nahrungsmitteln versorgt.

Diese Tatsache spricht dafür, dass Privatanleger langsam einen Blick auf eine Investition in die Landwirtschaft werfen sollten. Wir erklären genauer, wie das möglich ist und welche Vor- bzw. Nachteile diese Geldanlage mit sich bringt.

Was gehört zur Landwirtschaft?

Die ökologische Landwirtschaft beschäftigt sich mit der Herstellung tierischer und pflanzlicher Erzeugnisse auf der ganzen Welt. Dabei ist sie vom Klima sowie anderer Faktoren abhängig:

Agrarrohstoffe sind beim Pflanzenbau weltweit am ertragsstärksten. Das liegt vor allem daran, dass die Landwirte ihren Ertrag nicht nur in unbearbeiteter Form verkaufen, sondern auch an andere Firmen, die bestimmte Lebensmittel wie Brot, Teig und Nudeln produzieren bzw. die Pflanzen in der Tierhaltung verfüttern.

Ebenfalls wächst die Bedeutung der Energiepflanzen in der Wirtschaft, welche die Industrie zur Energieerzeugung benötigt. Wie beispielsweise Raps für Biodiesel oder Mais für Biogas.

Die Investition in die Landwirtschaft spielt im täglichen Leben sowohl für die Ernährung als auch für die Energie eine wichtige Rolle. Da die Menschheit bisher ohne keiner der beiden Faktoren leben kann, wird diese Branche niemals obsolet werden.

Wie können Sie in Landwirtschaft investieren?

Wie können nun Privatanleger in diesen zukunftsrelevanten Bereich investieren? Dafür gibt es einige sehr unterschiedliche Möglichkeiten:

Welche Investitionen in landwirtschaftliche Flächen passt zu Ihnen?

Bei einem Fokus allein auf die Rendite stellen Aktien und Pachtungen die besten Alternativen dar. Wichtig ist es hierbei allerdings, dass Sie sich bei beiden Anlageformen gut auskennen sollten. Eine Investition in die Landwirtschaft ist ansonsten mit großen Risiken bis hin zum Totalausfall verbunden.

Einen Mittelweg erhalten Sie mit grünen Fonds mit einem landwirtschaftlichen Schwerpunkt. Die Renditen sind moderat, aber sicher, dennoch unterstützen Sie damit ökologische Betriebe. Jedoch können Sie selbst nicht direkt entscheiden, welche Unternehmen Sie unterstützen möchten.

Wenn Ihnen hingegen der Mehrwert Ihrer Investition wichtiger ist, sind Genussrechte oder Direktinvestments die beste Wahl. Statt großer Renditen zu erhalten, gewinnen Sie in diesen Fällen die Gewissheit, mit Ihrem Ersparten einen wichtigen Beitrag geleistet zu haben. Der finanzielle Gewinn für die Investoren ist hier bisher kaum spürbar. Doch gerade viele kleine Bauern sind auf solche Unterstützungen angewiesen, um weiter bestehen zu können.

Vorteile: unendliche Ressourcen – nie versiegender Bedarf

Wie bereits erwähnt, wächst die Bevölkerung und somit der Bedarf an Lebensmitteln stetig. Die Landwirtschaft muss dementsprechend ebenfalls reagieren, indem sie:

  • größer wird
  • effizienter wird
  • ertragsstärker wird

Schließlich handelt es sich hierbei und erneuerbare Ressourcen, welche die Welt so dringend benötigt. Durch die richtige Bewirtschaftung ist die Landwirtschaft eine nie versiegende Quelle an Lebensmitteln.
Dies birgt enormes Wachstumspotenzial, was für eine Investition in die ökologische Landwirtschaft spricht. Nahrung und Energie wird die Menschheit immer brauchen.

Das spricht gegen eine Investition in die Landwirtschaft

Eine Investition in die Landwirtschaft ist eine handfeste Anlage. Wer in Immobilien investieren möchte, kennt die Vorteile solcher Formen. Jedoch kann man die beiden Geldanlagen hinsichtlich der Risiken und Zinserträge kaum miteinander vergleichen.

Flächen sind endlich

In jedem Land gibt es landwirtschaftliche Fläche, die genutzt werden könnte. Doch nehmen viele Nationen den notwendigen Raum weg, indem sie diesen mit Straßen, Parkplätzen sowie Gebäuden zubauen. Ohne neue Ideen für eine innovative Flächenerschließung schränkt dies das Wachstum enorm ein.

Abhängigkeit äußerer Umstände

Wie bei jeder Anlageform ist es auch hier zu unsicher, sein Geld nur auf ein Pferd zu setzen. Einzelne Betriebe sind bei der landwirtschaftlichen Investition jedoch besonders unsicher.
Beinahe alle Farmer sind vom Wetter abhängig. Erst wenn sich das durch neue Innovationen ändert, kann das Risiko sinken. Folgende äußeren Faktoren spielen für die Landwirtschaft eine wichtige Rolle, welche Bauern selten beeinflussen können:

 

  • Genug Wasser: künstliche Bewässerung der Felder bei extremen Wetterbedingungen ist sehr kostspielig
  • Richtige Menge an Sonne: keine Dürre, aber auch nicht zu wenig Sonne
  • Krankheitsbefall bei Tieren und Pflanzen: kann zu vollständigen Ernteausfällen führen bzw. enorm vielen Nutztieren das Leben kosten
  • Ausfälle von Maschinen: Bei defekten oder alten Geräten ist eine Neuanschaffung teuer und zieht sich häufig in die Länge. In dieser Zeit können die Landwirte nicht weiterhin effektiv arbeiten.