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Immobilien als Investment versprechen Wertbeständigkeit und Sicherheit. Neben dem Erwerb eines Eigenheims oder eines Mehrfamilienhauses gibt es jedoch zahlreiche weitere Formen des Immobilieninvestments. Ob Anleihe oder Crowdinvesting – hier erfahren Sie, worauf Sie bei der Auswahl der passenden Kapitalanlage im Immobilienbereich achten müssen.


Immobilieninvestments richtig beurteilen

Klingt eine Kapitalanlage lukrativ, sollten keine voreiligen Entschlüsse getroffen werden. Diese fünf Faktoren helfen beim Immobilien Investment Vergleich:

Risikostreuung: Wer bei einem Investment alles auf eine Karte setzt, kann bei dieser Anlage auch alles verlieren. Statt nur in ein Projekt zu investieren, ist es sinnvoll, den Anlagebetrag auf mehrere Immobilieninvestments zu verteilen.

Mindestanlagen: Die Entscheidung für ein Investment in Immobilien muss sich auch nach dem zur Verfügung stehenden Kapital richten. Ein Investor mit einem vierstelligen Volumen kann zwischen anderen Projekten auswählen als ein Kleinanleger. Summen von 50 Euro und weniger reichen bereits aus, um sich an Crowdinvesting zu beteiligen. Auch offene Immobilienfonds bieten sich für Kleinanleger an. Die Einlage in einen geschlossenen Immobilienfonds ist hingegen erst ab einer Summe von 5000 Euro möglich.

Kapitalbindung: Ist das Geld einmal investiert, ist der Zugriff versperrt. Bei der Entscheidung für ein Investment sollte daher unbedingt kalkuliert werden, welche Beträge wie lange entbehrlich sind. Wird vergleichsweise viel Kapital über eine lange Laufzeit gebunden, steht eventuell wenig bis nichts mehr zur Verfügung, um eine lukrativere Anlage auszuwählen.

Weitere Kosten: Mit der Investition alleine ist es nicht gemacht. Je nach Wahl der Kapitalanlage fallen Vermittlungskosten an, aber auch Beträge für Verwaltung, Makler, Modernisierung, Sanierung und Instandhaltung. Die Nebenkosten einer Geldanlage sind daher im Blick zu behalten und zu vergleichen.

Mitentscheiden: Je nach Immobilieninvestment kann das Mitbestimmungsrecht der Anleger ganz unterschiedlich ausfallen. Bei manchen Projekten entscheiden Anleger nur über die Summe, die investiert werden soll und überlassen die Entscheidung für konkrete Objekte einem Manager. Die Wahl hängt daher auch von dem eigenen Anspruch an Mitbestimmung ab.

Immobilieninvestments im direkten Vergleich – das sind die Vor- und Nachteile

Neben grundlegenden Aspekten der einzelnen Kapitalanlagen ist es vor der Entscheidung für ein Investment wichtig, die Vor- und Nachteile zu beleuchten.

Kauf von Immobilien

Niedrige Zinsen machen die Investition in ein Eigenheim attraktiv. Bei einer Investition in größere Objekte sorgen Mieteinnahmen für die Tilgung, wobei eine sinkende Nachfrage oder sogar ein Leerstand diesen Geldfluss versiegen lassen kann. Aktuell ist jedoch vor allem in Großstädten ein Boom zu verzeichnen. Ob dieser Trend anhalten wird, ist nicht vorhersehbar. Sollte eine Immobilie zu einem Verlustgeschäft werden, ist meist das ganze Kapital bedroht, da keine Risikoverteilung stattfindet. Zu bedenken sind ebenfalls die hohen Kosten für Verwaltung und Instandhaltung.

Immobilienanleihen

Immobilienanleihen bieten einen vertraglich gesicherten Anspruch einer Rückzahlung, weil durch den Grundbucheintrag eine dingliche Sicherung erfolgt. Da es sich jedoch um ein sehr komplexes Finanzprodukt handelt, eignet sich diese Art der Investition eher weniger für Anfänger. Denn die Risiken sind zahlreich. Eine mögliche Rückzahlung hängt ausschließlich von der Bonität des Emittenten ab und die einzelnen Wertpapiere sind oft genug nicht transparent gestaltet.

Immobilienfonds

Offene Fonds punkten mit überschaubarer Kapitalbindung und dank der Aufnahme von mehreren Objekten in den Fonds durch eine gute Risikostreuung. In den Paketen können sich jedoch einzelne weniger lukrative Objekte befinden, weshalb ein Restrisiko immer bleibt. Wer mittel- und langfristig anlegen will, kann mit guten Renditen rechnen. Im Blick behalten werden sollten die Nebenkosten für den Makler oder Verwalter. Geschlossene Fonds haben eine Bindung von bis zu 30 Jahren und sind daher hauptsächlich für sehr vermögende Anleger interessant. Wichtig ist, auf die Rechtsform eines Fonds zu achten, denn daraus ergeben sich Rückschlüsse auf eine eventuelle Haftung für die Einlagen. Anleger, die lange Kapital binden möchten, aber sich nicht mit Verwaltung und Instandhaltung auseinandersetzen möchten, finden mit einem geschlossenen Fonds eine Alternative zum direkten Immobilienkauf.

Immobilienaktien

Immobilienaktien haben in letzter Zeit mit hohen Gewinnen überzeugt. Allerdings sind die Aktientitel hoch bewertet, weshalb fraglich ist, ob es zu einem weiteren Anstieg kommt. Da die Kurse der einzelnen Aktien stark schwanken können, eignen sich diese Investments für risikofreudige Anleger. Immobilienaktienfonds sind eine ähnliche, aber sichere Option. Wichtig bei der Entscheidung für Immobilienaktien ist eine breite Streuung der Papiere, um eventuelle Verluste besser zu kompensieren.

Crowdinvesting

Diese Anlageform erlaubt es, kleine Beträge ab 10 Euro ohne lange Kapitalbindung zu investieren. Auf der jeweiligen Plattform kann ein persönliches Investmentportfolio aufgebaut werden, ein Verwalter oder Manager wird überflüssig.

Insgesamt stehen Ihnen auch im Crowdinvesting unterschiedliche Immobilien- und Bauvorhaben zur Wahl. Und je größer die Investment-Summen sind, desto genauer müssen objektbezogene Kriterien berücksichtigt werden, um Risiken gering zu halten. Wie beim Investment in eine Immobilie als Objekt sind daher Kenntnisse von Standort und Lage unverzichtbar, um eine zukunftstaugliche Beurteilung vornehmen zu können. Bestimmende Faktoren können sein:

  • Migration und Gentrifizierung
  • Kaufkraft der Bewohner
  • Qualität der Infrastruktur
  • geplante Verkehrsanbindungen

Entsprechend sollte auch bei Gewerbeimmobilien ein kritischer Blick erfolgen: Verkehrsanbindung & Zentralität sind eminent wichtige Faktoren zur Lagebeurteilung; aber auch

  • gängige Arbeitsplatzsituation
  • Gehaltsstruktur innerhalb der Region
  • Innovationsfreudigkeit & Ruf der Universität
  • Verhältnismäßigkeit von Kaufpreis und den ortsüblichen Mieten

Jenseits dieser objektiv zugänglichen Beurteilungsfaktoren bleibt auch ein Restrisiko. Die allgemeine Unübersichtlichkeit des Immobilienmarktes und mangelndes Insiderwissen könnten gerade für Newbies aufgrund der niedrigen Einstiegshürden zum kostspieligen Problem werden, da bei gescheiterten Projekten unter Umständen der gesamte Einsatz verloren geht.

Fazit: Keine Angst vor dem Einstieg

Das Angebot an Anlagen im Immobilienbereich ist breit gefächert. Wie der Immobilien Investment Vergleich deutlich werden lässt, gibt es keine allgemeingültige Empfehlung. Die Geldanlage muss sich daher nach vorhandenem Kapital, Kapitalbindung, aber auch nach der persönlichen Risikofreude und dem Wunsch nach Mitbestimmung richten. Aktuell ist der Zeitpunkt mehr als günstig, um mit dem passenden Investment auch mit geringem Investitionsvolumen durchzustarten. Denn niedrige Zinsen und die steigenden Preise auf dem Immobilienmarkt versprechen Anlegern nach wie vor hohe Renditen.