Diese Geldanlagen lohnen sich

Wie in allen Branchen ist auch das Bankwesen dem Wandel der Zeit unterworfen. Galt beim Sparen für Kinder früher noch das Sparbuch als ideale Wertanlage, so investiert man heute in sogenannte ETFs oder einen Fondssparplan. Doch wie funktioniert die Geldanlage für Kinder heutzutage eigentlich und welche Renditen sind zu erwarten? Oft wünscht man sich als Eltern, Großeltern, Tante und Onkel dem Nachwuchs eine finanziell sichere Zukunft zu bieten. Oder zumindest möchte man ihm ab und an finanziell mit kleinen oder größeren Geldgeschenken eine Freude machen. Früher wurden das Taschengeld und kleinere Geldgeschenke auf das obligatorische Sparbuch für Kinder eingezahlt. 

Durch Inflation und aufgrund geringer Zinsen ist diese Anlage jedoch kaum mehr rentabel. Welche Geldanlagen für Kinder 2021 sinnvoll und ertragreich sind, zeigen wir Ihnen im Folgenden.

 

Geldanlagen für Kinder: diese Optionen gibt es 

  • Kinderkonto: Dieses Sparkonto für Kinder eignet sich für die Einzahlung des Taschengeldes. Bei einigen Banken kann eine derartige Geldanlage für Kinder bereits mit 7 Jahren eröffnet Der Regelfall ist jedoch ab 10 Jahren. Es fallen keine Kontogebühren an und bringt bis zu 3% Zinsen. Diese Geldanlage lohnt sich jedoch nur für geringfügige Beträge.
  • Tagesgeldkonto: Für kleinere Geldgeschenke ist auch ein Tagesgeldkonto geeignet. Es hat genau genommen das Sparbuch abgelöst und bietet dieselbe Sicherheit durch die Einlagensicherung der EU (bis zu 100.000 Euro).
  • ETF-Depot: Für größere Geldsummen eignet sich die Eröffnung eines Depots. Sogenannte ETFs (Exchange traded funds) bieten für ein Wertpapier ein ganzes Fondspaket, den sogenannten Indexfonds. Dieser ist breit gestreut und bietet Renditen von bis zu 12%.
  • ETF-Sparplan: Für regelmäßige Einzahlungen empfiehlt sich ein Fondssparplan für Kinder. Denn er ist langfristig und risikoarm. So wird eine fixe Sparrate festgelegt, die regelmäßig eingezahlt wird.
  • Das Sparbuch eignet sich hingegen nicht, da es sich aufgrund von Inflation und Wertverlust nicht mehr rentiert. Mit Renditen unter 2% drohen aktuell hierbei nur Verluste, denn diese liegen unterhalb der aktuellen Inflationsrate von 2,4%.

Geld am Aktienmarkt anzulegen, bringt im Vergleich zu Tagesgeld oder Festgeld deutlich höhere Profite. Mehr zum Tages- und Festgeldkonto haben wir im Artikel zu kurzfristigen Geldanlagen zusammengefasst.

 

ETF-Depot und ETF-Sparplan: was genau ist das eigentlich? 

  • ETF-Depot: ETFs sind börsengehandelte Indexfonds. Sie bilden einen Aktienindex ab, was bedeutet, dass das Geld breit verteilt angelegt wird. Dabei profitieren von hohen Renditen und breiter Risikostreuung. Ein Beispiel wäre der Weltaktienindex MSCI World, der von so vielen Unternehmen gestützt wird, dass sich Schwankungen leicht ausgleichen lassen. Das macht ein ETF-Depot zu einer sicheren Geldanlage, insofern man langfristig (mindestens 10 Jahre) investieren kann, und rentiert sich für das Sparen für Kinder. Als Depotanbieter eignen sich Direktbanken, da sie in der Regel keine Kontoführungsgebühren verlangen.
  • ETF-Sparplan: Bei einem ETF-Sparplan handelt es sich um einen Fondssparplan. Das heißt, dass man einen Sparvertrag abschließen, bei dem jede Monat eine feste Summe in einen zuvor festgelegten passiven Investmentfonds eingezahlt wird. Niedrigere Geldeinsätze bedeuten auch ein niedrigeres Verlustrisiko.

Dürfen Eltern über das Geld ihrer Kinder verfügen?

Ob Eltern über das angelegte Geld ihrer Kinder verfügen dürfen, hängt allein davon ab, ob sie es auf den Namen ihres Kindes oder den eigenen anlegen möchten. Die Vor- und Nachteile des Sparens für Kinder unter eigenem oder dem Kindernamen haben wir Ihnen hier übersichtlich aufgelistet:

Steuern lassen sich sparen, wenn man beim Sparen für Kinder Geldanlagen in deren Namen eröffnet. Auch das Kind verfügt über einen Sparerpauschbetrag von 801 €. Außerdem besitzt es einen Grundfreibetrag von 9.408 €und den Sonderausgaben-Pauschbetrag von 36 €, was zusammen 10.245 € ergibt, die jährlich steuerfrei angelegt werden können. Der Befürchtung, das Kind könnte mit 18 Jahren die Geldanlage plündern, lässt sich mit einem Auszahlplan entgegenwirken. So kann z.B. ein Teil des Geldes in monatlichen Raten ausgezahlt werden und der restliche Betrag bleibt weiterhin angelegt.

 

Fazit: Sparen für Kinder lohnt sich!

Das Sparen für Kinder, Enkelkinder, Nichten und Neffen ist durchaus rentabel. Allerdings nur mit dem richtigen Sparplan. Mittlerweile wird das alte Sparbuch für Kinder durch die Langzeitinvestition in ETF-Fonds ersetzt, da diese Renditen bis zu 12% ausschütten können. ETF-Fonds sind breit gestreut und bilden ein geringeres Risiko als einzeln gehandelte Aktien, da interne Schwankungen sich ausgleichen können. Die Eröffnung eines Kinderdepots bedeutet Steuerfreiheit bis zu mehr als 10.000 € im Jahr.  ETFs als Geldanlage sichern beim Sparen für Kinder großzügige Renditen.

 

Häufig gestellte Fragen zum Sparen für Kinder

Muss ich beim Wertpapier-Sparplan mein Geld monatlich investieren?

Sie können einen Betrag entweder monatlich, jeden zweiten Monat oder quartalsweise einzahlen. Dabei beträgt der Mindestbetrag 1 €.

Sind ETF-Sparpläne für Kinder flexibel?

Ja, denn Sie können jederzeit auf das angelegte Geld zugreifen, indem Sie Wertpapiere verkaufen. Es empfiehlt sich aber bei einem kleinen Kursplus nicht gleich zu verkaufen, sondern die Anlage über einen längeren Zeitraum wachsen zu lassen.

Sollte ich auch für meine Kinder Geld anlegen, wenn ich noch Schulden habe?

Nein. Konzentrieren Sie sich auf das Tilgen Ihrer Schulden, da die Zinsen älterer Kredite meist höher sind als Guthabenzinsen und Ihr Geld bei einer Geldanlage für Kinder häufig langfristig festgesetzt ist. Das bietet Ihnen finanziell wenig Spielraum für Engpässe.

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