Wenn es um das Thema Geld anlegen geht, verwenden viele Finanzinstitute figurativ immer noch das gute alte Sparschwein. Wie mit allen anderen Entwicklungen auch, ist das Geld anlegen 2021 aber nicht mehr so wie früher. Doch was gibt es zu wissen, wenn Interessenten Kapital investieren wollen? Im Folgenden erfahren Anleger alles Wissenswerte über Anlageformen, Ziel, Anlageverhalten und Investitionssumme.

Für welche Art der Geldanlage entscheiden Sie sich?

Bevor Anleger ihr Geld investieren, sollten sie sich die unterschiedlichen Anlageformen vor Augen halten. Nach wie vor existieren die herkömmlichen Optionen:

  • Sparbuch
  • Tagesgeldkonto
  • Festgeldkonto

Nichts Neues ist jedoch auch die aktuelle Nullzinspolitik, die seit März 2016 besteht. Durch den Eingriff der EZB in den Finanzmarkt erhalten Sparer auf diese traditionellen Bankprodukte geringe oder keine Zinsen. Wenn Kunden ihr Erspartes in einem Sparkonto, Bausparvertrag oder einem Festgeldkonto anlegen, ist ihr Geld zwar sicher angelegt, aber es ruht nur vor sich hin. Eine hohe Rendite? Fehlanzeige!

Daher interessieren sich Investoren immer mehr für alternative Geldanlagen. Hierunter fallen:

Das Thema Geld anlegen sieht im Jahr 2021 also ganz anders aus bzw. schließt mehrere Bereiche mit ein. Die klassischen Bankprodukte sind überholt und daher ist auch eine zeitgemäße Anlagestrategie erforderlich. Bankkunden können so zwar weiterhin Geld sicher anlegen, aber diese Optionen sind wenig gewinnbringend.

Mit welcher Absicht wollen Sie Geld anlegen?

Auch wenn die alternativen Anlagemethoden bekannt sind, sollten Investoren in erster Linie festlegen, welchen Zweck die Geldanlage haben soll. Ein guter Plan mit einem definierten Anlageziel ist zu Beginn von immenser Bedeutung, da sich dies auch auf den Zeitraum der Geldanlage auswirkt.

Es gibt unterschiedliche Intentionen für eine Kapitalanlage:

  • Erbschaft verwalten
    Haben Sie eine mittlere bis größere Menge Geld geerbt und möchten Vermögen aufbauen?
  • Anschaffungen
    Planen Sie in einigen Jahren eine teurere Investition oder wollen Sie sich einen Traum erfüllen?
  • Nachwuchs versorgen
    Wollen Sie frühzeitig Geld für Ihre Kinder anlegen, damit in der Zukunft Führerschein oder Studium finanziert sind?
  • Rente ergänzen
    Mit einer langfristig geplanten Anlage ist es möglich, dass sich aus dem investierten Geld ein guter Gewinn für die Altersvorsorge ergibt.

Geld anlegen ist auch Typ-Sache

Wenn Interessenten ihr persönliches Anlageziel definiert haben, sollten sie sich fragen, zu welchem Anlagetyp sie gehören. Das eigene Investitionsverhalten lässt sich mit drei Kriterien ermitteln. Die Art, wie Interessenten Geld anlegen, ist auch vom Charakter und den Erwartungen des Investors abhängig.

  1. Aspekt Liquidität:
    Wollen Sie in der Zukunft eine hohe Verfügbarkeit bezüglich Ihres Kapitals oder müssen sie in den nächsten 5-10 Jahren nicht auf Ihr Kapital zugreifen? Sind Sie mit einer langen Laufzeit einverstanden?
  1. Aspekt Gewinn:
    Ist Ihnen wichtig, dass Sie durch die Gelanlage einen hohen Ertrag (Rendite) erzielen, oder ist ein hoher Profit nicht so wichtig?
  1. Aspekt Vorsicht:
    Wie wichtig ist die Sicherheit Ihrer Geldanlage? Bringen Sie eine hohe oder weniger ausgeprägte Risikobereitschaft mit?

Diese drei Aspekte korrelieren miteinander:

Erwarten Investoren eine hohe Rendite, müssen sie ihr Geld entweder sehr lange anlegen oder, bei einer kurzen Anlage, ein hohes Risiko eingehen. Wollen Kunden ihr Geld sicher anlegen, müssen sie mit einer langen Anlagedauer rechnen und die Rendite ist geringer als mit einer mittleren Risikobereitschaft. Ist den Investoren wichtig, dass sie trotz Geldanlage zu jeder Zeit Zugriff auf ihr Kapital haben, steht die Verfügbarkeit im Vordergrund. Da Kunden in diesem Fall nicht auf eine langfristige Kapitalanlage setzen, ergibt sich hieraus keine hohe Rendite.

Wie viel darf es sein? Die Investitionssumme ermitteln

Nach Ermittlung des Ziels und der Vorgehensweise sollten Anleger überlegen, wie viel Geld sie investieren wollen. Interessenten sollten ihren finanziellen Status quo genau ermitteln.

  • Wie hoch sind die Einkünfte (netto)?
  • Mit welchen monatlichen Ausgaben ist zu rechnen?
  • Stehen in naher Zukunft Investitionen an?
  • Wie hoch ist der Betrag des Vermögens, welches in den nächsten Jahren nicht benötigt wird?

Das verfügbare Kapital ist ausschlaggebend bei der Entscheidung, in welche Produkte Interessenten ihr Geld anlegen. Bei einigen Anlageprodukten können Kunden erst ab einem Mindestbetrag investieren.

Darüber hinaus sollten Investoren den Aspekt Risikostreuung beachten. Geht es um mittlere bis hohe Summen Geld, ist es nicht sinnvoll, das gesamte Kapital auf ein Pferd zu setzen. Beispielsweise ist es nicht ratsam, nur in einen einzigen Fonds Geld anzulegen. Besser ist es, das Kapital zu splitten und über einen längeren Zeitraum in mehrere Fonds einzuzahlen. Darüber hinaus sollten sich Anleger nicht nur auf eine Branche festlegen. Falls genügend Vermögen vorhanden ist, zählt die Immobilienbranche zu einer sicheren Anlageform. Wer sich mit einem geringeren Beitrag an einem Immobilienprojekt beteiligen will, hat die Möglichkeit des Crowdinvesting.

Geld anlegen als fortlaufender Prozess

Interessenten, die ihr Kapital verwalten, sollten immer beachten, dass es mit dem einmaligen Investment nicht getan ist. Sobald sich das eigene Kapitalvolumen oder die Anlagedauer wandelt, sollten Kunden auch eine Depotanpassung vornehmen. Selbst wenn Anleger mit einem Finanzberater zusammenarbeiten, ist es notwendig, mindestens zweimal im Jahr eigenständig die Vermögensentwicklung zu begutachten. Vertrauen ist gut, aber um selbst immer im Blick zu haben, wie sich die persönlichen Finanzen entwickeln, ist ein kleines bisschen Eigenleistung und Interesse notwendig.

Fazit

Wer seine eigenen Ersparnisse verwalten will, sollte sich zum Thema Geld anlegen informieren. Aufgrund der derzeitigen Nullzinspolitik auf dem Finanzmarkt sind klassische Anlageprodukte wie die guten alten Sparbücher für Anleger nicht mehr rentabel. Deshalb konzentriert sich das Sparverhalten nun mehr auf alternative Geldanlagen wie Fonds, Aktien, Immobilien, Gold oder ETFs. Nachdem man sich für eine Form der Geldanlage entschieden hat, sollte man das Ziel des Sparplans festlegen. Mit in die Strategie spielen auch die Faktoren Anlagedauer, Risikobereitschaft, Renditeerwartung und Verfügbarkeit. Letztlich muss definiert sein, wie hoch die Investitionssumme sein soll. Klar ist: Kunden wollen ihr Geld sicher anlegen. Auch wenn sie sich von Finanzexperten beraten lassen, müssen am Ende die Investoren die Entscheidung selbst treffen. Daher ist es wichtig, sich eigenständig mit dem Thema zu befassen.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Geld anlegen

Was sollten Sparer über die Anlagedauer wissen?

Um eine möglichst ertragreiche Rendite zu erzielen, sollen Interessenten ein Verständnis für den Anlagezeitraum besitzen. Den Zeitraum von einem Jahr sehen Finanzberater als einen kurzen Zeitraum an, fünf Jahre als einen mittleren und ab fünf Jahren als einen langen Anlagehorizont an. Geldanlagen, wie zum Beispiel Aktienfonds, sind von höheren und tieferen Kursen betroffen. Mit einer langfristigen Anlage gleichen Investoren Schwankungen besser aus.

Welche Kosten fallen beim Geld anlegen an?

Bei der Planung der Geldanlage sollten Investoren immer beachten, dass bei diversen Investments auch weitere Kosten dazu kommen. Besonders die Verwaltung von Aktienfonds bringt einiges an Gebühren mit sich und zum Kauf sind auch immer die Ausgabeaufschläge mit einzurechnen. Bei einer Anlage in Festgeld- oder Tagesgeldkonten halten sich die zusätzlichen Ausgaben gering. Auch im Hinblick auf Zusatzkosten gilt: Wenn Sie planen, Ihr Geld mehrjährig anzulegen, fallen die Verwaltungskosten in der Regel niedriger aus.

Sind Investitionserträge besteuert?

Anleger sollten nicht vergessen, dass der Gewinn von Investments zusätzlich besteuert werden muss. Die Abgeltungssteuer ist die Steuerform, die sich auf den Gewinn durch Geldanlagen bezieht. Diese liegt bei 25 Prozent.

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